Strukturalismus der, -, im engeren Sinne Bezeichnung für verschiedene sprachwissenschaftliche Schulen (linguistischer Strukturalismus), denen gemeinsam ist, dass sie Sprache als strukturiertes System, als Beziehungsgeflecht von Einheiten auffassen. Im weiteren Sinn Bezeichnung für eine v. a. in den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts einflussreiche Denkrichtung, die auch andere kulturelle Phänomene – Kunst, Mythen, soziale Organisationsformen u. Ä. – unter Berufung auf den linguistischen Strukturalismus, insbesondere dessen Begründer, den Genfer Sprachwissenschaftler F. de Saussure, untersuchte (u. a. R. Barthes, J. Derrida, M. Foucault, L. Goldmann, J. Lacan, C. Lévi-Strauss).

Linguistik: Ausgangspunkt für den linguistischen Strukturalismus war

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Werke

Weiterführende Literatur:

Strukturalismus in der Literaturwissenschaft, hg. v. H. Blumensath (1972);
L. Hjelmslev: Prolegomena zu einer Sprachtheorie (aus dem Dänischen, 1974);
Austreibung des Geistes aus den Geisteswissenschaften. Programme
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Quellenangabe
Brockhaus, Strukturalismus. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/strukturalismus