Soziologie die, -, Wissenschaft, die die Bedingungen und Formen menschlichen Zusammenlebens, die komplexen Struktur- und Funktionszusammenhänge der Gesellschaft und ihrer Institutionen in

(22 von 145 Wörtern)
Möchten Sie Zugriff auf den vollständigen Artikelinhalt?

Begriff und Begriffsabgrenzung

Der Begriff Soziologie geht auf den französischen Philosophen und Soziologen A. Comte zurück, der ihn 1824 prägte und 1839 erstmals publizierte, um damit eine im Sinn des von ihm konzipierten Positivismus bestimmte Wissenschaft von der Gesellschaft zu bezeichnen, die er bis dahin »physique social« (»soziale Physik«) genannt hatte.

(47 von 334 Wörtern)

Geschichte des soziologischen Denkens

Betrachtungen über das menschliche Zusammenleben und seine Formen gab es schon seit der Antike (z. B. in der griechischen Polis); sie haben den Prozess der Herausbildung des neuzeitlichen Europas bis ins 18. Jahrhundert begleitet. Zugleich aber ist die Entstehung der Soziologie im eigentlichen Sinn an die Entwicklung der modernen Industriegesellschaften in Europa ab 1750 und in ihrer Folge den Aufstieg der bürgerlichen Gesellschaft gebunden. Vorformen soziologischen Forschens beziehungsweise Materialsammlungen hierfür finden sich dagegen bereits in früheren Formen der Sozialberichterstattung, wie sie in

(80 von 980 Wörtern)

Entwicklung der Soziologie nach 1945

Für Europa und besonders für die deutsche Soziologie brachten das Ende des Zweiten Weltkrieges, die Erfahrung und Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen sowie die Zweiteilung Deutschlands und Europas nach 1945 eine nachhaltige, wenn auch nicht unbedingt sofort erkennbare Veränderung mit sich. Während die Soziologie im Wissenschaftsbetrieb der kommunistischen Staaten, besonders in der DDR, weitgehend den Rang einer Hilfswissenschaft marxistisch-leninistischer Studien einnahm (was

(61 von 435 Wörtern)

Aktuelle Entwicklungen

Angesichts »alter« und »neuer« sozialer Problemfelder und Konfliktlagen (z. B. steigende Arbeitslosigkeit, »neue» und »alte« Armut, wachsende Mobilitätsanforderungen, Migration, Bildungsdiskrepanzen, wachsende Gewaltbereitschaft, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus), die mit besonderer Schärfe seit den Systemumbrüchen zu Beginn der 1990er-Jahre und

(36 von 254 Wörtern)

Werke

Weiterführende Literatur:

Handbücher, Wörterbücher, Nachschlagewerke:
Klassiker des soziologischen Denkens, hg. v. D. Käsler, 2 Bde. (1976–78);
Wörterbuch der Soziologie, hg. v. W. Bernsdorf, 3 Bde. (Neuausgabe 1979);
Internationales Soziologenlexikon, hg. v. demselben u. a., 2 Bde. (21980–84);
Handwörterbuch der Soziologie, hg. v. A. Vierkandt (Neuausgabe 1982);
H. Schoeck: Soziologisches Wörterbuch (111982);
Handbuch der soziologischen Forschung. Methodologie, Methoden, Techniken, hg. v. H. Berger u. a. (1989);
Handbuch Soziologie. Zur Theorie u. Praxis sozialer Beziehungen, hg. v. H. Kerber u. a. (Neuausgabe 1991);
R. Boudon u. F. Bourricaud: Soziologische Stichworte. Ein Handbuch (aus dem Französischen, 1992);
Sozialwissenschaftliche Methoden. Lehr- und
(78 von 685 Wörtern)

Quellenangabe
Brockhaus, Soziologie. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/soziologie-20