Mine [französisch, von mittellateinisch mina »Erzader«, ursprünglich »Pulvergang«] die, -/-n,  Waffentechnik: früher Bezeichnung für unterirdisch vorgetriebene Stollen mit sprengstoffgefüllten Kammern zur Zerstörung gegnerischer Befestigungsanlagen oder Feldstellungen (Minenkrieg); heute ein mit Sprengstoff gefülltes Behältnis unterschiedlicher Form, dient als im Wesentlichen passives, d. h. immobiles Kampfmittel mehr der defensiven Kriegführung. Als Minensperren, Minenfelder und Ähnliches verlegte Minen schränken einen Gegner in dessen Handlungsmöglichkeiten ein. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Land- und Seeminen; dagegen gehören Luftminen zu den Flugzeugbomben (Bombe).

Landminen können

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Landminenproblematik

Weltweit sind nach UN-Angaben etwa 100 Mio. Landminen in insgesamt über 80 Ländern verlegt. Die Kosten der Herstellung einer Landmine betragen zwischen drei und 30 US-$, die Kosten der Entschärfung dagegen zwischen 300 und 1 000 US-$. Jedes Jahr werden etwa 100 000 Landminen geräumt, gleichzeitig jedoch rd. 10 Mio. neu produziert und rd. 2 Mio. neu verlegt. Mit den derzeit (2005) zur Verfügung stehenden Verfahren würde das Räumen der bislang verlegten Landminen somit etwa 1 000 Jahre dauern. Jährlich werden etwa 10 000 Menschen

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Quellenangabe
Brockhaus, Mine (Waffentechnik). http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/mine-waffentechnik