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Bis zum 15. Jahrhundert

In dem von selbstständigen Berberstämmen bewohnten Land haben phönikische, später karthagische Einflüsse nur an wenigen Küstenplätzen Bedeutung gehabt (um 1100–146 v. Chr.). 42 n. Chr. wurde Marokko mit Teilen des späteren Algerien zur römischen Provinz Mauretania Tingitana (Mauretania) zusammengefasst. Im 5. Jahrhundert kam es

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Erste und Zweite Marokkokrise

Seit dem Anfang des 15. Jahrhunderts versuchten die Portugiesen in Marokko einzudringen (1415 Einnahme Ceutas), doch gingen ihre Besitzungen nach 1578 wieder verloren. Den Spaniern gelang es, 1496 zuerst

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Kolonisation und Entkolonisation

1920 erhoben sich die Berberstämme des Rifgebirges (»Rifkabylen«) unter M. Abd el-Krim gegen die französische und spanische Kolonialherrschaft (Ausrufung einer »Republik der vereinigten Stämme des Rif«), unterlagen jedoch den von Marschall P. Pétain befehligten französischen und den von General M. Primo de Rivera y Orbaneja geführten spanischen Streitkräften.

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Henri Philippe Pétain. Pétain (1856-1951) war das Oberhaupt des Vichy-Regimes,

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Putschversuche gegen den König

Nach dem Tod Mohammeds V., der 1957 den Königstitel angenommen hatte, bestieg 1961 sein Sohn Hasan II. den Thron. Seit der staatlichen Unabhängigkeit wuchsen im Innern die Spannungen zwischen

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Außenpolitische Strategie Marokkos

In der Außenpolitik verfolgte Marokko (Mitglied der Arabischen Liga) seit dem Gewinn der Unabhängigkeit im Grundsatz eine Politik der Blockfreiheit. Es unterstützte die Entkolonialisierung Afrikas und beteiligte sich 1963 an der Gründung der Organization of African Unity (OAU). Im Nahostkonflikt vertrat Marokko eine gemäßigte Linie gegenüber Israel. Die engen wirtschaftlichen Bindungen an Frankreich konnten Spannungen

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Marokko nach Hasan II.

Innenpolitische Gegensätze (u. a. blutige Niederwerfung des Generalstreiks 1981) verschärften sich besonders seit 1990 und führten zu einer Verweigerungshaltung der oppositionellen Parteien. Die durch die Verfassungsrevision 1996 signalisierte Demokratiebereitschaft der Regierung bewog die Opposition zur Bildung eines Wahlbündnisses und Teilnahme an den Kommunal- und Parlamentswahlen 1997, zu denen erstmals auch gemäßigt islamistische Parteien zugelassen waren. Das sozialistische Wählerbündnis

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Protestbewegung »20. Februar«

Vor dem Hintergrund der politischen Umwälzungen in Ägypten und Tunesien kam es im Februar

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Ungelöster Westsaharakonflikt

Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen am 25. 11. 2011 wurde der gemäßigt-islamistische PJD zur stärksten politischen Kraft. Die Partei konnte 107 von 395 Mandaten gewinnen. Der PJD-Politiker A. Benkirane übernahm das Amt des Regierungschefs an der Spitze eines Koalitionskabinetts aus PJD, PI, PPS und MP, das am 3. 1. 2012

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Quellenangabe
Brockhaus, Geschichte. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/marokko/geschichte