Kurden, Volk in Vorderasien, das in einem zusammenhängenden Verbreitungsgebiet (etwa 500 000 km2) im Grenzbereich der Türkei, Irak und Iran sowie in Nordostsyrien lebt. 

Durch Migrationen und Umsiedlungen

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Geschichte

In Mittelalter und Neuzeit lebten die Kurden in zahlreichen feudalen Lokalfürstentümern und Stammeslehen. Kurdischen Ursprungs war die von Saladin (Salah ad-Din) begründete Dynastie der Aijubiden, die in der Zeit der Kreuzzüge eine wichtige Rolle spielte und unter seiner Führung das Königreich Jerusalem 1187 zurückeroberte. Im Frieden zwischen dem Osmanischen und dem Persischen Reich 1639 gelangte der größte Teil des Kurdengebiets an das Osmanische Reich. Die Zugehörigkeit kurdischer Fürstentümer zu einem der beiden Reiche war selten mehr als nominell. Im Zuge

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Kurdische Sprache und Literatur

Die Sprache der Kurden (Eigenbezeichnung im Iran »Kurdi«, in der Türkei »Kürt«, im Arabischen »Akrad«), die zu den iranischen Sprachen gehört, besteht aus mehreren zum Teil stark voneinander abweichenden Dialekten. Am weitesten verbreitet ist der nordkurdische Dialekt Kurmandschi (Kurmanci) oder Nordkurdisch (rd. 15. Mio. Sprecher), der v. a. in der

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Literatur

Saraf ad Din Hãn Bidlisi: Sarafnãma [pers. u. franz.] – Chèref-nãmeh [Sarafnãma] ou fastes de la nation kourde, 2 Bde. (Petersburg 1860–62; Nachdruck Westmead 1969);
Kurdistan u. die
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Quellenangabe
Brockhaus, Kurden. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/kurden