Kartoffel [dissimiliert aus älterem Tartuffel, Tartüffel, von älter italienisch tartufo, tartufolo, eigentlich »Trüffel« (die Benennung beruht auf einer Verwechslung mit den knollenartigen Fruchtkörpern der Trüffel)], Erd|apfel, Erdbirne, Grundbirne, an unterirdischen Ausläufern gebildete Sprossknollen der Kartoffelpflanze (Solanum tuberosum), eines aus

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Kartoffeln als Nahrungsmittel

Der ernährungsphysiologische Wert der Kartoffel ist hoch (Gemüse, Tabelle Nährwerte). Ihr Hauptbestandteil ist Stärke. Sie enthält aber auch hochwertiges Protein (Eiweiß), Mineralstoffe (besonders

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Krankheiten und Schädlinge

Die Kartoffelstaude wird in allen Entwicklungsstadien befallen. Auflaufschäden stellen sich ein, wenn minderwertige oder zerteilte Knollen in nasse Böden ausgelegt werden, sie beruhen auf Bakterien- und Pilzbefall (Schwarzbeinigkeit). Beim Nachbau virusverseuchten Pflanzgutes kümmern die Stauden, und die Blätter zeigen charakteristische

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Kulturgeschichte

Die Kultur der Kartoffel durch Indianer der Hochanden ist bereits für die Nazca- und Mochekultur nachgewiesen, für die die Kartoffel das Hauptnahrungsmittel darstellte. In präkolumbischer Zeit wurden bereits zahlreiche Sorten gezüchtet und eine Trockenreserve (Chuno) hergestellt, indem man die Kartoffel auf Höhen bis zu 4 300 m über dem Meeresspiegel brachte und sie dort abwechselnd der Sonne (Austrocknung) und starkem Frost aussetzte.

Die spanischen Eroberer entdeckten die Kartoffel 1537 im Andendorf Sorocota

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Werke

Weiterführende Literatur:

H. Fischer-Nagel u. a.: Kartoffel hin – Kartoffel her. Eine
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Quellenangabe
Brockhaus, Kartoffel. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/kartoffel