Demokratie [griechisch dēmokratía »Herrschaft des Volkes«] die, -/...ˈti|en, die Staatsform, die in der klassischen Staatsformenlehre besonders der

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Elemente der Demokratie

Die Elemente der Demokratie sind vielfältig. Zu ihnen gehören nach dem – v. a. im westeuropäischen und nordamerikanischen Staatsverständnis verankerten – Konzept der verfassungsstaatlichen Demokratie die folgenden Bauprinzipien: In der Demokratie ist das Volk

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Formen der Demokratie

Die Demokratie kann verschiedene Formen annehmen. Eine Form ist die direkte Demokratie, bei der das Volk (z. B. in Gestalt einer Volksversammlung oder durch Volksabstimmungen über die Verfassung, über Verfassungsänderungen, einfache Gesetze oder sonstige Streitfragen) die Staatsgewalt unmittelbar (das heißt direkt) ausüben kann.

Im Gegensatz zur direkten Demokratie wird die Herrschaft in der repräsentativen Demokratie mittelbar (das heißt indirekt) über vom Volk gewählte »Abgeordnete« und von den Abgeordneten gewählte Regierungen ausgeübt. Die Abgeordneten sind »Repräsentanten« des Volkes und sollen

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Demokratietheoretische Ansätze

Unter den demokratietheoretischen Ansätzen gibt es zwei Grundmuster: die normativen und die empirisch-analytischen Theorien. Erstere erörtern Werte und Normen und bewerten Ist- und Sollzustände der Demokratie, Letztere beschreiben und erklären, wie Demokratie real funktioniert, welche Voraussetzungen sie hat, welche Formen

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Grundprobleme der modernen Demokratie

Bereits die Belebung basisdemokratischer Ideen seit den 1970er-Jahren verdeutlichte, dass das Mitwirkungs- und Selbstverwirklichungsbedürfnis in den modernen Demokratien trotz verschiedener neuer Elemente (Bürgerinitiativen usw.) meist keine ausreichenden Möglichkeiten findet. Zudem

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Geschichtliches

Antike und Mittelalter: Die Demokratie galt v. a. in Antike und Mittelalter, aber auch in der beginnenden Neuzeit als eine instabile Regierungsform. Staatsdenker wie Platon, Aristoteles, Cicero oder Seneca der Jüngere standen der Demokratie kritisch gegenüber. Aristoteles (»Politica«) und Cicero (»De re publica«) befürworteten Staatsverfassungen aus aristokratischen und demokratischen Elementen. Für etwa zwei Jahrtausende kreiste die Verfassungslehre um den Gedanken, dass eine »gemischte Verfassung«, die einige demokratische Bestandteile enthielte, die beste sei.

Frühere Neuzeit: In der Neuzeit bekannten sich zunächst nur

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Herausforderungen des 21. Jahrhunderts

Mit dem weitgehenden Zusammenbruch der Gesellschaftsordnungen des sowjetischen Typs hat F. Fukuyama die These vertreten, dass es zur liberalen Demokratie keine historischen Alternativen mehr gebe. Doch mit dem Verschwinden des Feindbildes »Kommunismus« treten, wie es scheint, die Schwächen des Verfassungstyps »westliche Demokratie« umso schärfer hervor. Genannt werden v. a. die folgenden Problemlagen:

  1. Marktkonformes Verhalten, durch solidarische Werte nicht mehr hinreichend korrigiert, könnte der liberalen Demokratie ihre wichtigste Ressource entziehen: die Bereitschaft der Bürger, sich für sie zu engagieren.
  2. Eine
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Werke

Weiterführende Literatur:

H. Kelsen: Vom Wesen u. Wert der Demokratie (21929; Nachdruck 1981);
A. de Tocqueville: Über die Demokratie in Amerika (aus dem Französischen, 1956; Nachdruck 2004);
J. L. Talmon: Die Geschichte
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Quellenangabe
Brockhaus, Demokratie. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/demokratie