Arbeiterbewegung, seit den 1840er-Jahren Bezeichnung für die v. a. in Parteien und Gewerkschaften, aber auch in Genossenschaften und Vereinen organisierten Bestrebungen der abhängigen Lohnarbeiter,

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Entstehungsphase

Der wachsende Verelendungsprozess (»Pauperismus«; über die Arbeits- und Lebensbedingungen der abhängigen Lohnarbeiter um 1850 Arbeiter) der im Zuge der industriellen Revolution in Industrie und Gewerbe entstehenden Industriearbeiterschaft und die damit verbundene Verschärfung der sozialen Spannungen führten seit Beginn des 19.  Jahrhunderts zu Protestaktionen, vor allem in Großbritannien (»Maschinenstürmerei«), zu Aufständen (so die der Lyoner Seidenweber 1831, der schlesischen Weber 1844) und zu Zusammenschlüssen der Arbeiter, zunächst in enger Verbindung mit dem

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Internationale Verbreitung des sozialistischen Gedankens

Die deutsche Sozialdemokratie (SPD) wurde im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts in Aufbau und Programmatik richtungweisend für die sozialistischen Arbeiterparteien in Österreich-Ungarn, Polen, Skandinavien (einschließlich Finnland), den Niederlanden und Belgien,

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Auflösung der Einheit

Der Erste Weltkrieg führte zur Auflösung der internationalen und nationalen Einheit der sozialistischen Arbeiterbewegung; nach 1918/20 kam es unter dem

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Anpassung an die Moderne

In den 1970er-Jahren entstanden mit der Auflösung der »alten« sozialen Milieus und der Herausbildung neuer sozialer Schichten neue soziale Bewegungen. Die klassische Arbeiterbewegung verlor, bedingt auch durch das deutlich sinkende Gewicht

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Literatur

G. Fesser, Linksliberalismus und Arbeiterbewegung (2021)
K. C. Führer (Hrsg.), Revolution und Arbeiterbewegung
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Quellenangabe
Brockhaus, Arbeiterbewegung. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/arbeiterbewegung