Agrarkrise, im engeren Sinn die Depressionsphase im Ablauf der Agrarkonjunktur, meist jedoch ein länger andauerndes Ungleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch von Agrarerzeugnissen durch Angebotsüberhang oder Nachfragemangel. – Die Geschichte der abendländischen Agrarkrise setzte Mitte des 14. Jahrhunderts mit Unterkonsumtionskrisen oder Entvölkerungskrisen ein. Damals leitete das große Sterben (durch Pest u. a. Seuchen) ein Fallen der Agrarpreise ein, das bis zur zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts andauerte. Ähnlich sanken nach dem Dreißigjährigen Krieg die Preise der Agrarprodukte, voran die Getreidepreise in Deutschland.

(77 von 550 Wörtern)
Möchten Sie Zugriff auf den vollständigen Artikelinhalt?

Quellenangabe
Brockhaus, Agrarkrise. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/agrarkrise