Rhetorik [Kurzfassung für den griechischen Ausdruck rhetoriké téchne »Redekunst«] bezeichnet die theoretische Auseinandersetzung mit Reden von ihrer Planung bis hin zum Vortrag vor dem Publikum und der Frage, welche Faktoren dabei zum gewünschten Erfolg führen. 

Wäre es nicht auch für dich verlockend, nur

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Die Bedeutung der Rhetorik in der Antike

Der Zweischneidigkeit der Redekunst war man sich auch schon in der Antike bewusst. Es kann wohl kaum ein Zufall sein, dass die Griechen ein und dasselbe Wort für das einerseits positiv besetzte »(mit Argumenten) Überzeugen« und das negativ besetzte »Überreden« besitzen: peíthein.

Die Diskussion um die Redekunst war deshalb auch immer von kontroversen Grundfragen geprägt und nicht umsonst hat man versucht, die griechischen Rhetoriklehrer, die sogenannten Sophisten, in Verruf zu bringen. Man unterstellte ihnen einen fehlenden moralischen

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Rhetorik in der archaischen Dichtung (800–500 v.Chr.)

Die frühsten Zeugnisse für die Bedeutung von Rhetorik und ihre Einsatzgebiete in der griechisch-römischen Tradition finden wir wie so

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Rhetorik im Griechenland der klassischen Zeit (500–336 v.Chr.)

Auch im Griechenland der klassischen Zeit (500–336 v.Chr.) spielt die Rhetorik eine große Rolle, um nicht zu sagen die Hauptrolle. Insbesondere wenn wir die Polis Athen betrachten, die für uns heute immer als eine Art kulturelles Zentrum herhält. Das mag daran liegen, dass wir über diesen Stadtstaat mithin die meisten gesicherten Informationen besitzen.

Die attische Demokratie, die im 5. Jahrhundert v. Chr.

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Rhetorik in Rom (2. Jh. v. Chr.–1. Jh. n. Chr.)

Das Verhältnis der Römer zur Rhetorik ist zu Beginn noch sehr gespalten. Mit den Punischen Kriegen gewinnt Rom allmählich die Vormachtstellung im Mittelmeerraum. Mit dem sich einstellenden Wohlstand wächst auch das Interesse der Oberschicht an Bildung. Deshalb übernahm man dann auch das im 2. Jahrhundert v. Chr. bereits recht gut systematisierte und organisierte Bildungs- und Erziehungssystem der Griechen.

Die führenden römischen Bürger und allen

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Die perfekte Rede für den idealen Redner

Nimmt man die theoretischen Ausführungen zu Rede und Redner zusammen, ergibt sich spätestens nach der römischen Bearbeitung ein strukturiertes Bild, welche Ideale die Antike zu Grunde legt.

Besonderes Kennzeichen der antiken Rhetoriktheorie ist das systematische Vorgehen bei der Planung und der Anlage der Rede. Die Kunst besteht darin, dass das Publikum hinterher eigentlich nicht merken soll, wie

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Rhetorik im Wandel der Zeit: Von der Technik hin zum Individualismus

Die sehr strikte und geradezu mechanisch ineinandergreifende antike Rhetoriktheorie wird spätestens mit der Sprachphilosophie von René

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Literatur

Fuhrmann, M., Die antike Rhetorik. Eine Einführung (Mannheim 2011)
Stroh, W.
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Mitwirkende

  • Karina Haus
Quellenangabe
Brockhaus, Rhetorik. http://brockhaus.de/ecs/julex/article/rhetorik