Der Feudalismus, auch Lehnswesen [lateinisch feudum »Lehen«], ist die Bezeichnung für eine gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Ordnung.

Der Begriff bezeichnet im engeren

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Die Entstehung des Lehenswesens

Im 5. und 6. Jahrhundert entstanden neue Königreiche in Europa. Im Kriegsfall zogen anfangs alle freien, kampftauglichen Männer für ihre Könige in die Schlacht. Ein Pferd konnten sich dabei nur die Wohlhabenden leisten. Die allermeisten Kämpfer waren zu Fuß unterwegs. Sie kamen viel langsamer voran als die Reiter. Deshalb eigneten sich Fußtruppen nicht zur Verteidigung eines größeren Reiches oder weite Eroberungszüge. Im Reich der Franken bildete sich aus diesem

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Die Verteilung des Grundbesitzes

Der König besaß nun das meiste Land. Großgrundbesitzer wie zum Beispiel weltliche Fürsten und hohe kirchlichen Würdenträger wie Erzbischöfe, Bischöfe und Äbte bedeutender Klöster verfügten ebenfalls über

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Lehnsherren und Vasallen

Die Vergabe eines Lehens erfolgte nach festgelegten Regeln. Seit dem 9. Jahrhundert leistete der Empfänger eines Lehens, der Vasall oder Lehnsmann, seinem Lehnsherrn einen Eid. Dabei schwor der Vasall seine Treue, indem er seine Hände in die seines Lehnsherrn legte. Durch diesen

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Herkunft des Begriffs »Feudalismus«

Lehnsherrn, Vasallen und auch unfreie Bauern kannten das Wort »Feudalismus« noch nicht.

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Literatur

Patzold, S., Das Lehnswesen (München 2012)
Göttert, K.-H., Die Ritter (Stuttgart 2011
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Mitwirkende

  • Kay Peter Jankrift
Quellenangabe
Brockhaus, Feudalismus. http://brockhaus.de/ecs/julex/article/feudalismus-geschichte