Schutzgebiete, bis 1918 die amtliche Bezeichnung für die überseeischen deutschen Besitzungen (Kolonien), auf die das Deutsche Reich im Vertrag von Versailles 1919 verzichten musste.

An der Gewinnung neu entdeckter Gebiete nahmen Deutsche seit Beginn des 16. Jahrhunderts meist nur im Dienst fremder Mächte teil (z. B. H. Staden sowie M. Behaim oder die Beauftragten der Welser in Venezuela im 16. Jahrhundert; auch noch J. G. A. Forster im 18. Jahrhundert). Der Versuch Kurfürst Friedrich Wilhelms von Brandenburg, 1683 an der Goldküste eine Kolonie einzurichten (Groß-Friedrichsburg), wurde 1721 aufgegeben.

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Werke

Weiterführende Literatur:

Deutsches Kolonial-Lexikon, hg. v. H. Schnee, 3 Bde. (1920; Nachdruck 1996);
M. E. Townsend: Macht
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Weitere Medien

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Quellenangabe
Brockhaus, Schutzgebiete. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/schutzgebiete