Schiller, Johann Christoph Friedrich von (seit 1802), Dichter, * Marbach am Neckar

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Der junge Schiller

1765/66 besuchte Schiller die Dorfschule in Lorch, 1767 die Lateinschule in Ludwigsburg, da er später in den württembergischen Kirchendienst treten wollte. Jedoch musste sich Schillers Vater der (dreimaligen) Aufforderung des Herzogs Karl Eugen von Württemberg, er solle seinen Sohn in die 1771 neu gegründete »Militär-Pflanzschule« auf Schloss Solitude schicken, schließlich beugen. Anfang 1773 trat Schiller in die Schule ein, wo ihn ein streng geregeltes Kasernenleben erwartete. Die herzogliche Willkür bestimmte ihn zum Studium der Rechte. Ende 1775, als die Schule

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Schiller in Sachsen, Weimar und Jena

Schiller blieb zunächst einige Monate in Gohlis (heute zu Leipzig), wo er in G. J. Göschen einen neuen Verleger fand, und siedelte im September 1785 nach Loschwitz (heute zu Dresden), im Oktober nach Dresden über. Die Sicherheit der äußeren Lebenslage, die freundschaftliche Atmosphäre des Kreises um Körner schlugen sich nieder in der durch Beethovens Vertonung (Schlusschor der 9. Sinfonie) berühmt gewordenen Ode »An die Freude« (gedruckt in »Gedichte«, Band 2, 1803). In Dresden konnte er »Dom Karlos, Infant von Spanien« abschließen (Uraufführung

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Schillers Freundschaft mit Goethe

Seit 1794 bahnte sich, nach zunächst distanziertem Verhältnis, die Freundschaft zwischen Schiller und Goethe an: Schiller lud Goethe zur Mitarbeit an den »Horen« ein; dessen Zusage, ein von beiden geführtes anregendes Gespräch anlässlich einer Tagung der »Naturforschenden Gesellschaft« in Jena über Goethes Auffassungen zur »Metamorphose der Pflanzen« sowie Schillers ebenso

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Letzte Jahre in Weimar

Nachdem Schiller bereits 1791 wegen seines Gesundheitszustandes sein Lehramt aufgegeben hatte, siedelte er im Dezember 1799 nach Weimar über, um Goethe und besonders dem Theater näher zu sein. Von der Anschauung der praktischen Theaterarbeit erhoffte

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Der Dichter der Freiheit

Der Konflikt von Natur und Freiheit, Trieb und Geist hatte schon das philosophische Denken des jungen Schiller beherrscht. Von Anfang an verfocht er – zunächst noch ganz im Sinne des Sturm und Drang – leidenschaftlich die Idee der Freiheit, so schon in den »Räubern«, wo der Held aus Weltverbesserungswillen zum Verbrecher

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Wirkung

Schon von seinen Zeitgenossen war Schiller enthusiastisch gefeiert, aber auch heftig angegriffen worden. Nach seinem frühen Tod wurde er bald zum Objekt kultischer Verehrung (Denkmäler, Feiern), die sein Leben, hier besonders die Jugendjahre und die Beziehung zu Goethe, zum Gegenstand literarischer Fiktionen machte (z. B. H. Laube, »Die Karlsschüler«, 1846; T. Mann, »Schwere Stunde«, 1905; W. von Molo, »Der Schiller-Roman«, 4 Teile,

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Werke

Weiterführende Literatur:

Allgemeines, Leben und Werk:
Schillers Persönlichkeit. Urtheile der Zeitgenossen u. Documente, hg. v. M. Hecker u. a., 3 Bde. (1904–09; Nachdruck 1976, 1 Bd.);
R. Buchwald: Schiller. Leben u. Werk (51966);
Schillers Leben u. Werk in Daten u. Bildern, hg. v. B. Zeller u. a. (1966);
Schillers Leben dokumentarisch in Briefen, zeitgenössischen Berichten u. Bildern, hg. v. W. Hoyer (1967);
G. Storz: Der Dichter Friedrich Schiller (41968);
Friedrich Schiller, hg. v. B. Lecke, 2 Bde. (1969–70);
H. Koopmann: Schiller-Kommentar, 2 Bde. (1969);
G. Ueding: Schillers Rhetorik. Idealistische Wirkungsästhetik u. rhetorische Tradition (1971);
Friedrich Schiller.
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Weitere Medien

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Goethe-Schiller-Denkmal

Das Goethe-Schiller-Denkmal in Weimar erinnert an die beiden

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Quellenangabe
Brockhaus, Johann Christoph Friedrich Schiller. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/schiller-johann-christoph-friedrich