Mit der Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur und der Einleitung einer rassistisch motivierten Politik gegenüber missliebigen Personengruppen 1933–35 (Rassengesetze) verschlimmerte sich auch die Lage der Sinti und Roma in Deutschland (1933 etwa 30 000): Unter den Aspekten des »Blutschutzgesetzes« (Nürnberger Gesetze) und des »Ehe-Gesundheitsgesetzes« (beide im September 1935 verabschiedet) wurden die Sinti und Roma neben den Juden als »Artfremde« rechtlich ausgesondert und einer Verfolgungspolitik ausgeliefert (Holocaust). Mit dem Blick auf eine spätere systematische Ausrottung erhielt die »Rassenhygienische und bevölkerungsbiologische Forschungsstelle« den Auftrag,

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Quellenangabe
Brockhaus, Die Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus (1933–45). http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/roma-40/die-verfolgung-in-der-zeit-des-nationalsozialismus-1933-45