Risikogesellschaft, in den Sozialwissenschaften verwendeter Begriff zur Charakterisierung der modernen Industriegesellschaft unter dem Aspekt der von ihr produzierten Risiken. Der Begriff wurde Mitte der 1980er-Jahre von U. Beck in die sozialwissenschaftliche Diskussion eingeführt. Seither werden im Rahmen des sozialwissenschaftlichen Konzepts der Risikogesellschaft die sozialen, politischen, ökologischen und individuellen Risiken in den Mittelpunkt der wissenschaftlichen Analyse gesellschaftlicher (Modernisierungs-)Prozesse gestellt, denen in den heutigen westlichen Industriegesellschaften alle Gesellschaftsmitglieder (zunehmend unabhängig von Schichtenzugehörigkeit, ethnischer Zugehörigkeit, Nation und Ähnlichem) ausgesetzt sind. Die Betrachtung der für

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Quellenangabe
Brockhaus, Risikogesellschaft (Sozialwissenschaften). http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/risikogesellschaft-sozialwissenschaften