Porträt [-ˈtrεː] das, -s/-s, französisch Portrait [-ˈtrεː], bildende Kunst: Bildnis, künstlerische Darstellung eines Menschen. Je nach dem Menschenbild

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Altertum und Antike

Alter Orient: Die Geschichte des mesopotamischen Porträts beginnt, abgesehen von einer Beterstatuette vermutlich eines Ensi (Priesterfürsten) von Uruk, mit dem marmornen Frauenkopf vermutlich einer Priesterin aus Uruk (frühes 3. Jahrtausend v. Chr.; Djemdet-Nasr-Zeit) und setzt sich in dem etwa 600 Jahre jüngeren Königskopf der Dynastie von Akkad (wohl Naram-Sin) eindrucksvoll fort, ist aber nur fragmentarisch belegt. Es handelt sich v. a. um Beter- und Herrscherstatuetten, wobei die Übergänge nicht immer deutlich sind.

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Beterstatuette aus Eschunna (ca. 2900 - 2600

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Europäisches Mittelalter und Neuzeit

Die Auffassung des frühen und hohen Mittelalters mit der auf das Jenseits ausgerichteten christlichen Religion widersprach der Darstellung des irdischen Menschen und verdrängte das eigentliche Porträt. Stattdessen entstanden typisierte Idealbildnisse, die auf Ähnlichkeit verzichteten und den Dargestellten durch Wappen, Insignien und Ähnliches kennzeichneten (Autoren- und Dedikationsbilder in der Buchmalerei, Grabfiguren). Für die Entwicklung des neuzeitlichen Porträts sind die Stifterporträts bedeutsam. Seit dem späten 14. Jahrhundert wurde die individuelle Ähnlichkeit wieder als künstlerisches Gestaltungsprinzip vorrangig, besonders

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Quellenangabe
Brockhaus, Porträt (bildende Kunst). http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/porträt-bildende-kunst