Novelle [italienisch novella, eigentlich »kleine Neuigkeit«, zu lateinisch novellus, Verkleinerung von novus »neu«], die, -/-n, Literatur: Erzählung meist in Prosa, seltener in Versform (Vers, Verserzählung), die eine

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Geschichte

Die abendländische Novelle entstand im 13. Jahrhundert in der Toskana als Kunstform einer diese pointierte Erzählweise besonders schätzenden Gesellschaftsschicht. Die älteste volkssprachliche Novellensammlung »Il novellino« entstand Ende des 13. Jahrhunderts im Umkreis von Florenz; ihr folgte G. Boccaccio mit seinem Novellenzyklus »Il Decamerone« (entstanden 1348–53), der die Zyklenform für lange Zeit zum verbindlichen Muster machte: in England für G. Chaucers »Canterbury tales« (entstanden um 1387 bis um 1400), in Frankreich für die

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Werke

Weiterführende Literatur:

W. Pabst: Novellentheorie u. Novellendichtung (21967);
Novelle, hg. v. J. Kunz (21973);
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Quellenangabe
Brockhaus, Novelle (Literatur). http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/novelle-literatur