Nordirland-Konflikt, vor allem von 1968–1998 auch mit terroristischen Mitteln ausgetragener Konflikt der katholischen

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Radikalisierung des Konflikts

Der unionistischen Kontrolle des Regierungs- und Verwaltungsapparates, dem zwischen 1922 und 2002 auch eine protestantisch dominierte Polizeitruppe (»Royal Ulster Constabulary«, Abkürzung RUC) zur Seite stand, entsprach eine wirtschaftlich-soziale Benachteiligung der katholischen Bevölkerung. Erst unter dem liberalen Unionisten Terence O'Neill (* 1914, † 1990), der 1963–69 die nordirische Regierung führte, wurden vorsichtige innenpolitische Reformschritte eingeleitet und Regierungskontakte zur Republik Irland geknüpft (1965 erstes Treffen der beiden Premierminister).

Nach der Gründung verschiedener Bürgerrechtsorganisationen und Aktionskomitees (u. a. 1963 »Campaign for Social Justice«) entstand 1967

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Der Friedensvertrag

Bis in die 90er-Jahre blieben auch die zwischen Großbritannien und der Republik Irland abgestimmten Initiativen zur Lösung des Nordirlandkonflikts (u. a. 1973 Vereinbarung über die Schaffung eines »Gesamtirischen Rats«, 1985 Abkommen über die begrenzte Mitsprache der Republik Irland bei der Verwaltung von Nordirland) weitgehend wirkungslos. Nachdem die irische und die britische Regierung im Dezember 1993 eine gemeinsame

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Selbstverwaltung und Entwaffnung

Angesichts neuer Terroranschläge extremistischer Splittergruppen (besonders in Omagh am 15. 8. 1998, daraufhin Verschärfung der Gesetze zur Bekämpfung des Terrorismus in Großbritannien und Irland) und wegen des anhaltenden Streits um die Entwaffnung der paramilitärischen Gruppen geriet die Umsetzung des Friedensabkommens ins Stocken. Im Dezember 1999 nahm die nordirische Regionalregierung unter Trimble ihre Arbeit auf (Beendigung der britischen Direktherrschaft). Aufgrund ausbleibender Erfolge bei der Entwaffnung der Untergrundbewegungen und insbesondere wegen der Weigerung der IRA, diese zu »britischen Bedingungen« durchzuführen, suspendierte die britische

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Fragile Regierungen und terroristische Anschläge

Ende Juli 2007 endete in Nordirland der seit 1969 andauernde britische Militäreinsatz (»Operation Banner«). Im Juni 2008 gab Paisley sein Amt an P. Robinson ab, der im Mai 2008 auch den Vorsitz der DUP übernommen und zuvor als Finanzminister gewirkt hatte. Allerdings blieb die paritätische Regierung aus DUP und Sinn Féin praktisch arbeitsunfähig. Wegen scharfer Kontroversen über die Ausgestaltung der Kompetenzen von Polizei und Justiz in der autonomen Provinz trat das Kabinett in der zweiten Jahreshälfte nicht zusammen. Die Regierungskrise war

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Quellenangabe
Brockhaus, Nordirland-Konflikt. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/nordirland-konflik