Neue Ökonomie, englisch New Economy [njuː ɪˈkɔnəmɪ; englisch], durch Erzeugung, Verarbeitung und Verbreitung von Information geprägte Wirtschaft. Im Gegensatz zur »alten« beziehungsweise »klassischen« Ökonomie, in der v. a. materielle Industriegüter produziert

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Triebkräfte

Vorangetrieben wird die Neue Ökonomie v. a. durch technologische Fortschritte in der Mikroelektronik und in den darauf aufbauenden modernen IuK-Technologien sowie durch die immer stärkere Verbreitung elektronischer Medien. Theoretisch eröffnet sich damit für jedermann der Zugang zu nahezu jeder Art von Information in nahezu unbegrenzter Geschwindigkeit von jedem Ort der Erde aus und zu jeder Zeit. Damit haben Informationen prinzipiell ihren bis dahin exklusiven Charakter verloren und sind zu einem preiswerten, reichlich verfügbaren

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Messprobleme in der Wirtschaftsstatistik

Der Übergang zur Neuen Ökonomie hat eine intensive wirtschaftswissenschaftliche Debatte darüber ausgelöst, ob die herkömmlichen statistischen Verfahren zur Preisbereinigung des gesamtwirtschaftlichen Wachstums noch adäquat sind. Zur Erläuterung: Das Wachstum des nominalen (nicht

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Sektoraler und sektorübergreifender Strukturwandel

Der Übergang zur Neuen Ökonomie ist mit einem sektoralen Strukturwandel verbunden, wobei jene Branchen an Boden gewinnen, die sich die neuen IuK-Technologien besonders intensiv zunutze machen. Für die Vereinigten Staaten haben Dale W. Jorgenson von der Harvard University in Cambridge (Massachusetts) u. a. Autoren nachgewiesen, dass die Beschleunigung des Produktivitätsfortschritts seit Mitte der 90er-Jahre zu einem beträchtlichen

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Neue Wettbewerbsstrategien

Der Übergang zur Neuen Ökonomie erfordert von den Unternehmen weitreichende Anpassungen ihrer Wettbewerbsstrategien, und zwar insbesondere auf den derzeit besonders rasch expandierenden Informationsgütermärkten. Die Ursache liegt darin, dass Informationsgüter eine Reihe von Eigenschaften aufweisen, die sie grundlegend von traditionellen Gütern unterscheiden:

1) Bei der Produktion von Informationsgütern treten hohe Skalenerträge auf, d. h., die Kosten hängen kaum von den produzierten Stückzahlen ab. Bei Software-Programmen beispielsweise entstehen die Kosten ganz überwiegend in der Entwicklung, während von der fertigen

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Unternehmensstrukturen im Umbruch

Der Strukturwandel von der alten zur Neuen Ökonomie bedeutet nicht nur für die Gütermärkte einen Umbruch, sondern auch für die Organisationsstrukturen der Unternehmen. Dabei ist die Frage, welche Tendenzen sich letztlich durchsetzen werden, nicht leicht zu beantworten. Einerseits bieten die drastisch sinkenden Informations- und

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Auswirkungen für die Arbeitsmärkte

Ein tief greifender Wandel zeichnet sich schließlich für die Arbeitswelt ab. Wenn Unternehmenshierarchien flacher und flexibler werden, ändern sich auch die Anforderungen an die Arbeitskräfte. Zum vernetzten Unternehmen passt der teamfähige Mitarbeiter; zur flachen Hierarchie gehört eigenständiges Arbeiten; zum raschen technologischen und organisatorischen Wandel gehören Flexibilität und lebenslange Lernbereitschaft. Hinzu kommt, dass die modernen IuK-Technologien neue Formen der Arbeitsorganisation ermöglichen, die früher technisch nicht realisierbar gewesen wären. Viele Betriebe haben begonnen, die Möglichkeiten der Telearbeit auszuloten, wobei das Spektrum von

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Werke

Weiterführende Literatur:

H. Beck u. A. Prinz: Ökonomie des Internet. Eine Einführung (1999);
C. Shapiro u. H. Varian: Online zum Erfolg. Strategien für das Internet-Business (aus dem Amerikanischen, 1999);
Understanding
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Quellenangabe
Brockhaus, Neue Ökonomie. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/neue-ökonomie