Nationalsozialismus, völkisch-antisemitische, nationalrevolutionäre Bewegung in Deutschland (1919–45), die sich 1920 als

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Die Anfänge

Die NSDAP ging aus der Deutschen Arbeiterpartei hervor, einer der vielen Protestgruppen im völkisch-antisemitischen Milieu Münchens, gegründet am 5. 1. 1919 von dem Schlosser A. Drexler. Im September 1919 schloss sich Hitler der Partei an. Führende Mitglieder in der Anfangsphase waren der Publizist D. Eckart, der Ingenieur G. Feder und der Reichswehroffizier E. Röhm.

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Nationalsozialismus

Göring, Röhm und Hitler arbeiteten während der »Kampfzeit der Bewegung« vor der Machtübernahme eng zusammen.

Bald kamen A. Rosenberg und J. Streicher dazu. Am 24. 2. 1920 gab die in NSDAP umbenannte

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Weltanschauung und Programm

Die nationalsozialistische Weltanschauung, die Hitler v. a. in »Mein Kampf« (1924/25) und in seinem »Zweiten Buch« (1928) darlegte, ist keine im Einzelnen ausgearbeitete, von Widersprüchen freie Lehre. Im Zentrum stehen ein radikaler, universaler, rassisch begründeter Antisemitismus und die Lebensraumdoktrin. Ausgangspunkt ist die Auffassung von Geschichte als einem stetigen Kampf der Völker um Selbsterhaltung und um Sicherung und Vermehrung des dazu notwendigen Lebensraumes. Siegreich bleibt jeweils das stärkere,

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Die Jahre 1925–33

Die Wiedergründung der NSDAP: Nach seiner Entlassung aus der Haft wurde Hitler zum Sammelpunkt beim Wiederaufbau der NSDAP, die durch eine veränderte politische Strategie und einen anderen Parteiaufbau ein neues Profil erhielt: 1) Die Putschtaktik wurde durch einen Legalitätskurs ersetzt, ohne dass damit der politischen Gewalt abgeschworen wurde; der Massenmobilisierung kam lediglich ein Vorrang zu. 2) Die am 27. 2. 1925 neu gegründete Partei wurde auf ganz Deutschland ausgedehnt, regional gegliedert und auf Reichsebene straff organisiert; darüber hinaus wurde sie von anderen völkisch-nationalistischen

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Der nationalsozialistische Staat

Vom 30. 1. 1933 bis zum 2. 8. 1934, als Hitler nach Hindenburgs Tod die Ämter des Regierungschefs und Reichspräsidenten als »Führer und Reichskanzler« auf sich vereinigte, vollzog sich die »Machtergreifung«, der Aufbau der nationalsozialistischen Diktatur.

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Adolf Hitler (1889-1945). »Führer und Reichskanzler« des nationalsozialistischen Deutschen Reiches.

Im Zuge einer gleitenden, scheinbar legal ablaufenden Entwicklung ging die nationalsozialistische Führung unter Verwendung der Parole von der »nationalen Erhebung« und mittels der Gleichschaltung des politischen, gesellschaftlichen und öffentlichen Lebens daran, allmählich die machtpolitisch entscheidenden

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Außenpolitik

Die nationalsozialistische Außenpolitik zeigte sich zunächst als Bündnispolitik, die – ausgehend von angeblich nicht existierenden Interessengegensätzen – Großbritannien und Italien zu primären Partnern bestimmte. Sie zielte auf die Umsetzung des von Hitler in seinen Schriften formulierten Programms. Auch in der Außenpolitik herrschte eine Polykratie der Konzeptionen und Entscheidungsträger. Beteiligt waren neben dem Auswärtigen Amt u. a. die nationalsozialistischen Kräfte in der Dienststelle Ribbentrop, das Außenpolitische Amt und die Auslandsorganisation der NSDAP. Auch wenn Hitler in der Außenpolitik auf verschiedene Stellen und Persönlichkeiten zurückgriff

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Forschung

Keine Epoche der deutschen Geschichte ist so gründlich erforscht worden wie die NS-Zeit. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Instituten und Einzelforschern im In- und Ausland wird die NS-Forschung v. a. vom Institut für Zeitgeschichte (München) durch Quellenpublikationen, Monografien, Forschungsprojekte und die »Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte« betrieben. Schwerpunkte der Forschungen waren zunächst die Weltanschauung und die Kriegspolitik

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Werke

Weiterführende Literatur:

M. H. Kater: The Nazi party. A social profile of members and leaders 1919–1945 (Neuausgabe Cambridge, Massachusetts, 1985);
Nationalsozialistische Diktatur 1933–1945. Eine Bilanz, hg. v. K. D. Bracher u. a. (Neuausgabe 1986);
D. Rebentisch: Führerstaat u. Verwaltung im Zweiten Weltkrieg (1989);
E. Jäckel: Hitlers Weltanschauung. Entwurf einer Herrschaft
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Weitere Medien

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Leni Riefenstahl: »Triumph des Willens«

Leni Riefenstahl bei den Dreharbeiten

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Quellenangabe
Brockhaus, Nationalsozialismus. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/nationalsozialismus