Nach der ideologischen Indienstnahme des Kulturbegriffs in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts schien der Begriff in den modernisierungs-, dann auch reformorientierten Jahrzehnten nach 1945 zunächst zugunsten des Gesellschaftlichen beziehungsweise auch der Naturwissenschaften an Bedeutung zu verlieren, wurde dann aber v. a. durch eine Krise der gesellschaftskritischen und -diagnostischen Perspektiven in der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre erneut zu einem der zentralen Schlüsselbegriffe der Diskussionen um das Selbstverständnis und die Handlungsoptionen westlicher Gesellschaften. Diese wurden im Rahmen von Sichtweisen geführt, die durch eine

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Quellenangabe
Brockhaus, Bedeutungsebenen und Diskursfelder. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/kultur/bedeutungsebenen-und-diskursfelder