Kernfusion, Kernverschmelzung. Mit Kernfusion wird die Verschmelzung leichter Atomkerne zu einem schwereren bezeichnet. Die Kernfusion tritt ein, wenn sich zwei Atomkerne so weit nähern, dass die anziehende Kernkraft, die eine sehr kurze Reichweite aufweist, die abstoßende Coulomb-Kraft (coulombsches Gesetz) überwindet. Prinzipiell kann die Annäherung der Kerne statisch oder dynamisch erreicht werden. Der statische Fall liegt z. B. in myonischen Molekülen des schweren Wasserstoffs vor (myonkatalysierte Kernfusion), in denen das Elektron in der Atomhülle durch ein circa 200-mal schwereres Myon ersetzt wird.

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Quellenangabe
Brockhaus, Kernfusion. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/kernfusion