Fotografie die, -/...ˈfi|en, Photographie, im engeren Sinn die Herstellung dauerhafter Abbildungen von Gegenständen durch die unmittelbare Einwirkung von Licht (einschließlich der benachbarten Spektralgebiete des nahen Infrarots und des

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Physikalische und chemische Grundlagen

Die lichtempfindlichen Stoffe der fotografischen Schichten sind Silberbromid, AgBr, daneben Silberchlorid, AgCl, und Silberjodid, AgI, sowie Mischkristalle, Ag(Cl,Br), Ag(Br,I), Ag(Cl,Br,I). Man spricht allgemein von AgX-Kristallen. Die Silberhalogenidkristalle (Körner) mit einer Ausdehnung < 1/1 000 mm sind in Gelatine suspendiert (lichtempfindliche Schicht, fälschlich: »Emulsion«). Die Gelatine ist nicht nur Schutzkolloid und Bindemittel (für die Haftung der Schicht auf dem Träger), verschiedene ihrer Bestandteile und speziell hinzugefügte Fremdstoffe greifen wirksam in den fotochemischen Prozess ein und erhöhen v. a. die Lichtempfindlichkeit der Schicht. Die AgX-Kristalle

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Entwicklung

Bei genügend intensiver Belichtung kann das gesamte AgX zu metallischem Silber reduziert werden, was man sich zum Teil noch heute beim Auskopierprozess zunutze macht. Normalerweise werden fotografische Schichten nass oder im Sprayverfahren »entwickelt«. Hierbei wirken, vereinfacht dargestellt, die Entwicklersubstanzen (Entwickler) als Elektronenspender (sie reduzieren die Ag+-Ionen zu metallischem Silber); die X-Ionen werden alkalisch gebunden. Der Vorgang greift selektiv an den Keimen des latenten Bildes (nunmehr Entwicklungskeime genannt) an und verläuft schematisch nach

Allerdings werden nicht affizierte Störstellen des Kristalls

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Elektronik in der Fotografie

Der Verbund von AgX-Fotografie und Elektronik hat neue Dimensionen gewonnen. Ging es früher vornehmlich um die elektronische Steuerung von Kamerafunktionen (Belichtungsautomatik, Autofokus) und von Bearbeitungsgeräten, steht heute die

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Fotografische Materialien

Aufnahmematerialien sind allgemein Filme (Film). Fotografische Platten (mit Glasplatten als Unterlage) werden nur noch für messtechnische Zwecke verwendet und sind allgemein durch Planfilme gleichen Formats ersetzt worden. Die verschiedenen Filmformate und ihre Konfektionierungen werden international durch Kennnummern (DIN 4 527–4 535) bezeichnet: Nummer 135 kennzeichnet die Patronenkonfektionierung des Kinefilms für Kleinbildkameras, Nummer 120 bezieht sich auf den 62 mm breiten Rollfilm in einfacher Länge (12 Aufnahmen 6 × 6 cm) mit rückseitigem Lichtschutzpapier (dem die Bildnummern aufgedruckt sind), Nummer 220 auf den Rollfilm von doppelter

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Technikgeschichte

Lichtempfindliche Stoffe, die sich im Sonnenlicht verändern, waren allgemein bekannt, doch erst Johann Heinrich Schulze (* 1687, † 1744) in Halle (Saale) entdeckte 1719, dass nicht die Sonnenwärme, sondern die Lichtenergie Ursache der Veränderungen war. Die Fotografie wird drei verschiedenen Erfindern zugeschrieben: N. Niepce arbeitete bei den Versuchen, das senefeldersche Lithografieverfahren durch Aufbelichten von Bildern der Camera obscura und nachfolgende Ätzung zu mechanisieren, mit lichtempfindlichen Bitumenschichten. Ihm gelangen »Kontaktkopien«

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Anwendungsgebiete, Ausbildung, Organisation, Recht

Nach einer nicht unumstrittenen Einteilung spricht man von bildnerischer (bildmäßiger) Fotografie, für die das Foto in seinen formalen Qualitäten Selbstzweck ist (z. B. künstlerische Fotografie), und von angewandter Fotografie, die bei allem Streben nach exemplarischer Gestaltung das Foto als Dokument für einen außerfotografischen Sachverhalt wertet (Fotografie

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Geschichte des Bildmediums

Die Geschichte der Fotografie als Medium steht in engem Zusammenhang mit dem Aufstieg des Bürgertums um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Dem bürgerlichen Bedürfnis nach Repräsentation, Bildung und Aneignung der Wirklichkeit entsprechend, waren die Hauptthemen der frühen Fotografie das Porträt, die Architekturaufnahme und die Landschaftsansicht. Dabei lagen die unterschiedlichen Anwendungen der Fotografie bereits von Beginn an zwischen ästhetischem Ausdruck und funktionalem Gebrauch. Aufgrund ihrer Abbildtreue und der ökonomischen Vorteile gegenüber dem Gemälde erfreute sich die Porträtfotografie bald großer Beliebtheit. Zahlreiche Porträtstudios

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Werke

Weiterführende Literatur:

W. Baier: Quellendarstellungen zur Geschichte der Fotografie (21980);
H. J. Scheurer: Zur Kultur- u. Mediengeschichte der Fotografie (1987);
Silber u. Salz. Zur Frühzeit der
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Quellenangabe
Brockhaus, Fotografie. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/fotografie-20