Dorf, ländliche Siedlung ab einer Größe von circa 100 Einwohnern beziehungsweise 20 Hausstätten (nach anderen gängigen Definitionsansätzen schon ab 12 Wohnstätten). Typische Ausstattung und Typisierung nach Einwohnerzahlen: Das Dorf unterscheidet sich vom kleineren Weiler nicht allein durch seine Größe, sondern traditionell auch

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Wirtschaftlicher Wandel

Um 1800 waren in Deutschland circa 80 % aller Erwerbspersonen in der Land- und Forstwirtschaft tätig, heute (2015) sind es noch circa 1,5 %. Die Agrarwirtschaft

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Sozialer Wandel

Die historische dörfliche Ständegesellschaft: Die ländliche Sozialordnung der Agrargesellschaft, die im Wesentlichen bis zur Bauernbefreiung im 19. Jahrhundert Bestand hatte, unterschied allgemein drei Schichten. Es war eine Ständegesellschaft mit klarer Hierarchie, die soziale Herkunft bestimmte die Zuordnung in den jeweiligen Stand. Zur ländlichen Oberschicht beziehungsweise Herrenschicht, die ihr Landeigentum weitgehend durch andere bewirtschaften ließ, gehörten v. a. Adel und Klerus. Diese besaßen als Grundherren dreifache Rechte gegenüber den Bauern: das Obereigentum am Boden, in der Regel die »Leibherrschaft« über die Personen und

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Mitteleuropäische Dorfformen

Als wichtigstes Kriterium zur Differenzierung ländlicher Siedlungsformen gilt der Grundriss, d. h. das Liniengefüge von Straßen, Wegen, Plätzen, Häusern und Hofstellen. Generell werden drei

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Werke

Weiterführende Literatur:

K. S. Bader: Studien zur Rechtsgeschichte des mittelalterlichen Dorfes, 3 Bde. (Wien 1–31973–81);
M. Born: Die Entwicklung der deutschen Agrarlandschaft (1974);
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Quellenangabe
Brockhaus, Dorf. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/dorf