Chronologie [k-; griechisch »Lehre von der Zeit«] die, -/...ˈgi|en, 1)

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Aufgaben, Arten und Methoden

In ihrem eigentlichen Sinne bemüht sich die Chronologie als Wissenschaft von der Vergangenheit um die Erstellung einer bis zur Gegenwart reichenden absoluten oder relativen Zeitskala (mit einem möglichst einheitlichen beziehungsweise absoluten Zeitmaßstab) und um die zeitliche Einordnung (Datierung) vergangener Ereignisse oder noch ablaufender Vorgänge (einschließlich des Entstehens materieller Objekte jeglicher Art) in dieselbe. Grundlage dieser Zeitskala ist meist das irdische Sonnenjahr (Jahr) mit seinen Unterteilungen (Monat, Woche, Tag, Stunde, Minute

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Chronologien in den Wissenschaften

Astronomie, Kosmologie: Sowohl die astronomischen als auch die kosmologischen Chronologien umfassen und verwerten die Kenntnisse aller physikalischen und astronomischen Tatsachen, die zur Festlegung der Zeit als physikalische Größe sowie zu ihrer Bestimmung und Einteilung (Zeitmessung) dienen. Die von J. Kepler eingeführte astronomische Chronologie ermöglicht die Erlangung oder Prüfung absoluter Daten, wenn literarische Quellen astronomischer Ereignisse, z. B. Sonnen- und Mondfinsternisse, bestimmte Planetenkonstellationen oder Auf- und Untergangszeiten von Sternen beschreiben oder (in Kalendern, Horoskopen) zugrunde legen. Sie ist heute in der Lage, aufgrund

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Chronologien einzelner Kulturen

Die Chronologie des Alten Orients geht von dem assyrischen Eponymenkanon aus, der einen Eintrag über die Sonnenfinsternis vom 15. 6. 763 v. Chr. enthält. Von diesem Datum ausgehend, lassen sich mithilfe der Königslisten die Regierungsdaten der assyrischen Könige bis 883 v. Chr. auf das Jahr genau, bis 1420 v. Chr. mit einem möglichen Fehler von sieben Jahren berechnen. Die gleichzeitige babylonische Chronologie ist durch den Kanon des Ptolemäus für die Zeit nach 747 v. Chr. gesichert. Für die vorausgehende Zeit hängt sie von Synchronismen mit

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Quellenangabe
Brockhaus, Chronologie. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/chronologie