Bürgerrechtsbewegung, die Gesamtheit der organisierten Bemühungen um Durchsetzung von Menschen- und Bürgerrechten in diktatorisch oder autoritär geführten Staaten beziehungsweise in Ländern mit benachteiligten

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Bürgerrechtsbewegung in den USA

In den USA bemühte sich das zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstandene Civil Rights Movement zunächst um die Beseitigung der Rassentrennung in den Südstaaten, später um die politische, soziale und wirtschaftliche Gleichstellung der Schwarzen auch in den Nordstaaten der USA. Es wird politisch getragen von Schwarzen und den gegen Rassendiskriminierung auftretenden Weißen. Die gemäßigten Kräfte wie die »National Association for the Advancement of Colored People« (NAACP, gegründet 1909), die »National Urban League« (NUL, gegründet 1911), die »Southern Christian Leadership Conference« (SCLC,

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Bürgerrechtsbewegungen im kommunistischen Europa bis 1989/90

In den nach 1945 der sowjetischen Vorherrschaft unterworfenen Staaten Mittel- und O-Europas waren nach der Eliminierung beziehungsweise Zerschlagung der bürgerlichen Parteien zunächst v. a. die Kirchen Träger eines fundamentalen Widerstandes gegen die 1947/48 etablierten KP-Regime (u. a. Kardinal J. Mindszenty, Bischof Tomášek, Kardinal S. Wyszyński); später forderten daneben häufig einzelne Schriftsteller, Künstler und Intellektuelle, nicht selten in einem zermürbenden Kampf mit der Staatsmacht, elementare Bürgerrechte und Freiheiten ein. Obwohl sich z. B. Bulgarien, Rumänien und Ungarn im Pariser Frieden vom 10. 2. 1947 direkt verpflichtet hatten,

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Bürgerrechtsbewegungen in anderen Teilen der Welt

Die Bürgerrechtsbewegung in China, die mit der militärischen Niederschlagung von antimaoistischen Massendemonstrationen in Peking (29. 3.–5. 4. 1976) sowie in anderen Städten und anschließenden Repressalien gegen viele Beteiligte (Verhaftung Tausender, Durchführung von Schauprozessen) einen schweren Schlag erlitt, lebte während einer kurzen innenpolitischen Lockerung 1978/79 erneut auf, als der Kreis um den Wirtschaftsreformer Deng Xiaoping die Ereignisse von 1976 zur »revolutionären Volksbewegung« aufwertete und damit erneut den Anstoß für basisdemokratische Bestrebungen gab (ab November 1978 zahlreiche regimekritische Manifestationen von Intellektuellen und Arbeitern v. a.

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Quellenangabe
Brockhaus, Bürgerrechtsbewegung. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/burgerrechtsbewegung