Außenpolitik, das Handeln des Staates, besonders seiner Regierung (Außenminister), nach außen zur Vertretung seiner Interessen gegenüber anderen Staaten sowie gegenüber internationalen und supranationalen Organisationen. Durch die zunehmende Anzahl und Bedeutung internationaler und supranationaler Organisationen, den wachsenden Einfluss von Nichtregierungsorganisationen (NGO) und das höhere Maß an internationaler wirtschaftlicher und politischer Verflechtung ist die wechselseitige außenpolitische Abhängigkeit der Staaten in den letzten Jahrzehnten größer geworden.

Die bestimmenden Faktoren der Außenpolitik

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Geschichte

Machtpolitische und dynastische Gesichtspunkte prägten die Außenpolitik seit jeher und gewannen mit der Bildung von Nationalstaaten (14./15. Jahrhundert) weiter an Gewicht. Im Zeitalter des Absolutismus richtete sich die Außenpolitik besonders an der Staatsräson aus (»Kabinettspolitik«). Auch Kriege, die militärisch begrenzt und nicht auf die Vernichtung des gegnerischen Staates gerichtet waren, spielten in der Außenpolitik dieser Zeit eine große Rolle (»Kabinettskriege«). Im 18. und 19. Jahrhundert war in machtpolitischer Hinsicht besonders die Politik der europäischen Großmächte (Frankreich, Großbritannien, Österreich, Preußen und Russland) um

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Quellenangabe
Brockhaus, Außenpolitik. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/aussenpolitik