Anthropologie [altgriechisch ánthrōpos »Mensch« und lógos »Wort, Lehre«] die, die Wissenschaft

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Biologische Anthropologie

Im allgemeinen deutschen Sprachgebrauch wird die Anthropologie als eine biologische Disziplin verstanden und oft immer noch historisierend und zu Unrecht mit Rassenforschung weitgehend gleichgesetzt. Die biologische Anthropologie ist ungefähr der »physical anthropology« des angloamerikanischen Sprachgebrauchs gleichzusetzen, im Gegensatz zur »cultural anthropology«, die der Ethnologie entspricht.

Die biologische Anthropologie vereinigt unter anderem die Paläanthropologie, die klassische Humanbiologie mit den Fächern Anatomie und Physiologie, die Industrieanthropologie sowie Teile der Verhaltensforschung, der Geschlechterforschung und der Humangenetik. Ihre Schwerpunkte liegen in der Erforschung der

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Philosophische und pädagogische Anthropologie

Philosophische Anthropologie im weiteren Sinn umfasst die Geschichte der menschlichen Selbstdeutung von den Griechen bis heute. Der Terminus Anthropologie findet sich erstmals im 16. Jahrhundert bei Magnus Hundt (* 1449, † 1519) in seinem Werk »Anthropologium de nominis dignitate, natura et proprietatibus« (1501) und Otto Casmann (* 1562, † 1607) in dessen »Psychologia anthropologica sive animae humanae doctrina« (1594). Während in Antike und Mittelalter die Frage nach dem Wesen des Menschen noch ganz in die Systeme der Ontologie und Kosmologie eingebaut war, vollzog sich in

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Theologische Anthropologie

Grundlegend für die christliche theologische Anthropologie ist die Aussage 1. Mose 1, 26 über die Gottebenbildlichkeit (Imago Dei) des Menschen, der durch seine Geistbegabung zur Wahrheitserkenntnis und zur Verantwortung befähigt ist. Die Möglichkeit, dieser Wesensbestimmung entsprechend zu leben, ist durch die Sünde (Erbsünde) nach katholischer Lehre beeinträchtigt (»verwundet«), nach evangelischer Auffassung in stärkerem Ausmaß geschädigt oder

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Quellenangabe
Brockhaus, Anthropologie. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/anthropologie-20