Transplantation [zu spätlateinisch transplantare »verpflanzen«] die, -/-en, Übertragung (Verpflanzung) von Zellen, Geweben oder Organen (Transplantate), die die Funktion von fehlenden oder funktionsuntüchtigen

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Probleme und Möglichkeiten

Das Hauptproblem der Transplantation liegt (soweit es sich um keine autogene Transplantation handelt) in der Tatsache, dass jeder Organismus körperfremde Zellen (Zellen mit anderen Erbinformationen) erkennt und zerstört, d. h. abstößt (Transplantatabstoßung). Die Intensität dieser immunbiologischen Reaktion ist umso schwächer, je

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Organtransplantation

Der bedeutendste Bereich der Transplantation ist die Organtransplantation als mögliche Behandlungsform bei endgültigem Funktionsverlust eines Organs. Für Kranke mit dialyseerforderndem chronischen Nierenversagen und jugendlichem Diabetes mellitus bringen Nieren- und Bauchspeicheldrüsentransplantationen wesentliche Verbesserungen der Lebensqualität und verlängern das Überleben. Aufgrund der besonderen Empfindlichkeit des Organgewebes muss die Blutversorgung bis zur Entnahme aufrechterhalten werden, eine Konservierung der Transplantate ist nur über einen begrenzten Zeitraum (Lunge und Herz bis 6 Stunden, Leber bis 18 Stunden, Niere bis 30 Stunden) möglich. Aufgrund dieser medizinischen Gegebenheiten

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Quellenangabe
Brockhaus, Transplantation (Medizin). http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/transplantation-medizin