Theologie [spätlateinisch, von griechisch theología »Rede, Lehre von den Göttern«] die, -/...ˈgi|en, systematisch reflektierende Entfaltung religiöser Glaubensaussagen. Der Begriff Theologie ist erstmals bei Platon bezeugt, für den er Aufdeckung des Wahrheitsgehalts der von allen Abstrusitäten gereinigten religiösen Mythenerzählungen bedeutet. Dagegen nennt Aristoteles die Mythenerzähler selbst Theologen (und unterscheidet sie so von den Philosophen), kennt aber darüber hinaus Theologie auch als philosophische Reflexion der metaphysischen Dimension. Wegen der Rückbezogenheit des Begriffs auf die hellenistische kultisch-mythische Tradition wurde er erst allmählich

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Werke

Weiterführende Literatur:

W. Pannenberg: Wissenschaftstheorie u. Theologie (Neuausgabe 1987);
Christlicher Glaube in moderner Gesellschaft, hg. v. F. Böckle u. a., 38 Bde. (1–31981–88);
R. Bernhardt: Der Absolutheitsanspruch des Christentums. Von der Aufklärung bis zur pluralistischen Religionstheologie (1990);
J. Ratzinger: Wesen u. Auftrag der Theologie (Einsiedeln
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Quellenangabe
Brockhaus, Theologie. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/theologie-20