Schrift [althochdeutsch scrift, unter dem Einfluss von lateinisch scriptum zu althochdeutsch scriban, vergleiche Schreiben]

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Entstehung und Entwicklung der Schrift

Bei der Entwicklung der Gegenstandsschrift und der Bilderschrift wird ein Sachverhalt ohne Bindung an eine bestimmte sprachliche Form dargestellt. Wird der Sinn des Zeichens nicht mehr unmittelbar mit der Sache, sondern mit dem Wort für die Sache verbunden, entsteht die Wortschrift. Jedem Wort entspricht nun ein Bildzeichen mit fester Form. Durch die Besonderheit des Schreibmaterials (Pinsel, Griffel, Tontafel, Pergament) wurden die Urbilder (z. B. der chinesischen Schrift und der sumerisch-akkadischen Keilschrift) bald zu einer charakteristischen Form abgewandelt, während die

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Lateinische Schreibschriften

Die ältesten Zeugnisse lateinischer Schriften sind Inschriften (Inschriftenkunde), z. B. die Foruminschrift (um 600 v. Chr.), die furchenwendend (mit von Zeile zu Zeile wechselnder Schreibrichtung) geschrieben wurden. Die frühe Kaiserzeit entwickelte jene Inschriftenform, die späteren Jahrhunderten als Vorbild klassischer Schriften

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Druckschriften

Nach dem Aufkommen des Buchdrucks mit beweglichen Lettern (Gutenberg, Johannes) wurden in der Anfangsphase die Metalllettern den ursprünglichen Handschriften nachempfunden; diese gotische Textura wurde aber noch im 15. Jahrhundert von Antiquaschriften, der Schwabacher und den Bastardschriften verdrängt. Im 16. Jahrhundert entwickelte sich aus der Schwabacher die Fraktur, die in vielen Ländern Europas dominierend wurde. In Italien bevorzugte man die Antiqua, für die A. Manutius die Raum sparende Antiqua-Kursive (humanistische Kursive) entworfen hat, bei der die Minuskeln nach rechts geneigt waren, die Majuskeln aber

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Quellenangabe
Brockhaus, Schrift. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/schrift