Revolution [französisch, eigentlich »Umdrehung«, »Umwälzung«, zu lateinisch revolvere, revolutum »zurückdrehen«, »zurückrollen«] die, -/-en, Politik und Gesellschaft: im weiteren Sinn die Umwälzung von Bestehendem, z. B. der totale Bruch mit überkommenen Wissensbeständen (wissenschaftliche Revolution), wirtschaftlich-technischen Organisationsmustern (Agrarrevolution, industrielle Revolution), kulturellen Wertsystemen (Kulturrevolution); im engeren Sinn der Bruch mit der politisch-sozialen Ordnung. Der Begriff Revolution schwankt dabei inhaltlich zwischen »unaufhaltsamer Veränderung« und »gewaltsamer Umgestaltung« von Staat und Gesellschaft. Er steht damit im Gegensatz zu allen Begriffen, die das Element der Kontinuität betonen. Der

(80 von 741 Wörtern)
Möchten Sie Zugriff auf den vollständigen Artikelinhalt?

Werke

Weiterführende Literatur:

Empirische Revolutionsforschung, hg. v. K. v. Beyme (1973);
K.-H. Bender: Revolution. Die Entstehung des politischen Revolutionsbegriffes in Frankreich zwischen Mittelalter u. Aufklärung (1977);
E. Mandel: Revolutionäre Strategien im 20. Jahrhundert (aus dem Englischen, Wien 1978);
A. Metzger: Phänomenologie
(33 von 235 Wörtern)

Quellenangabe
Brockhaus, Revolution (Politik). http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/revolution-politik