Narr [zu althochdeutsch narro; Herkunft unklar], törichter Mensch, Tölpel; Spaßmacher und Spötter, Gestalt mit hintergründigem Witz und versteckter Weisheit.

Geschichte: Figürliche Vorläufer des Narren kannten die griechische und die römische Antike, ohne dass von Kontinuitäten zur mittelalterlichen Narrenidee ausgegangen werden kann. Die tatsächliche Begriffsgeschichte des Narren ist unklar. Möglicherweise liegt dem althochdeutschen Wort »narro«, das sich zum mittelhochdeutschen »narre« entwickelte, das spätlateinische »nario« (Spötter, Nasenrümpfer) zugrunde. Andere Forschungen sehen das Wort »Narr« eng verwandt mit dem Begriff »Narbe« und glauben,

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Literatur

Mezger, W., Narrenidee und Fastnachtsbrauch. Studien zum Fortleben des Mittelalters in
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Quellenangabe
Brockhaus, Narr. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/narr