Liedermacher, seit Mitte der 1960er-Jahre verwendete Sammelbezeichnung für Musiker, die Lieder häufig aktuellen, zeit- und sozialkritischen Inhalts selbst verfassen, komponieren, arrangieren, singen und darstellen. Der Begriff wurde zuerst von W. Biermann in Anlehnung an B. Brechts Terminus des »Stückeschreibers« verwendet. Die Bezeichnung Liedermacher betont die »handwerkliche Machart« des Liedes und versucht so eine Abgrenzung von einer weitgehend industriell-serienmäßigen Produktion »kommerzieller« Musik vorzunehmen. Sie entspricht im Wesentlichen dem englisch-amerikanischen Begriff »singer-songwriter« beziehungsweise dem französischen »auteur-compositeur«. Häufigste musikalische Darbietungsform ist das auf der Gitarre

(80 von 809 Wörtern)
Möchten Sie Zugriff auf den vollständigen Artikelinhalt?

Weiterführende Literatur:

H. Huff: Liedermacher (1980);
T. Rothschild: Liedermacher. 23 Porträts (1980);
M. Henke: Die großen Chansonniers
(11 von 49 Wörtern)

Quellenangabe
Brockhaus, Liedermacher. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/liedermacher