katholische Soziallehre, die katholisch-theologische Reflexion der gesellschaftlichen Normen und Strukturen. Ziel der katholischen Soziallehre ist es, ausgehend von der christlichen Anthropologie, Orientierungs- und Handlungsnormen für die Gestaltung von Welt und Gesellschaft als menschliche Gemeinschaft vorzugeben. Grundlegend für die katholische Soziallehre ist die Verpflichtung auf die naturrechtlichen Prinzipien der Personalität, Solidarität und Subsidiarität. Das Personalitätsprinzip sieht den Menschen, begründet in seiner Gottebenbildlichkeit und Gleichheit (1. Mose 1, 27; Römerbrief 10, 12), als Träger einer von Gott verliehenen Individualität (»Person«), deren Würde unantastbar ist. Er

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Quellenangabe
Brockhaus, katholische Soziallehre. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/katholische-soziallehre