Jerusalem, hebräisch Jeruschalajim, Yerushalayim, arabisch El-Kuds, Al-Quds, Stadt in Westasien und Hauptstadt Israels, im Bergland von Judäa, 700–850 m über dem Meeresspiegel, (2019) 936 400 Einwohner (davon etwa ein Drittel Nichtjuden), als Metropolitan Area 1,2 Mio. Einwohner.

Jerusalem ist die Hauptstadt Israels (Status international umstritten; im Mai 2018 von den USA, Guatemala und Paraguay anerkannt), Sitz des Parlaments und des Obersten Gerichtshofes sowie des muslimischen Obersten Gerichtshofes (Scharia) und des Wakf (Verwaltung des islamischen religiösen Besitzes); Verwaltungssitz

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Stadtbild

Die Altstadt, die von der UNESCO in die »Rote Liste« aufgenommen wurde, hat orientalischen Charakter. Sie ist von einer hohen Mauer, unterbrochen durch acht Tore, mit zahlreichen Türmen umgeben, die Sultan Suleiman II., der Prächtige, zum Teil auf älteren Mauerresten errichten ließ (1537 fertiggestellt). Die Altstadt ist seit dem Mittelalter in vier Quartiere aufgeteilt: Im Osten das Muslimviertel, im Nordwesten das Christenviertel, im Südwesten das Armenier- und im Süden das Judenviertel. Letzteres, das im

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Geschichte

Der Name Jerusalem ist zuerst in den ägyptischen Ächtungstexten der 12. Dynastie bezeugt, in den Amarnabriefen lautet er »Urusalim«. Die hebräische Form »Yerūšālēm« wurde »Yerūšālayim« vokalisiert, danach erfolgte die griechische Umschrift Ierusalem oder Ierosolyma. Der Name Zion scheint zunächst den Hügel im Südosten der Stadt bezeichnet zu haben, wurde später auf den Tempelberg und dann auf ganz Jerusalem übertragen. Nach dem Aufstand unter Bar Kochba (2. Jahrhundert n. Chr.) wurde Jerusalem in Colonia Aelia Capitolina umbenannt; nach der arabischen Eroberung

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Quellenangabe
Brockhaus, Jerusalem. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/jerusalem-20