interreligiöser Dialog, heute allgemein gebräuchliche Bezeichnung für institutionalisierte Begegnungen zwischen Vertretern

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Geschichtliche Ausgangspunkte des interreligiösen Dialogs

Die Anfänge des interreligiösen Dialogs und seine Entwicklung sind bis heute eng mit den Stichworten Religionsfreiheit und religiöse Toleranz verknüpft. Im mittelalterlichen Spanien in der Zeit der maurischen Herrschaft (711–1492) fanden Religionsgespräche der muslimischen Herrscher mit

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Beweggründe, Formen und Ziele des interreligiösen Dialogs

Mit dem Begriff des interreligiösen Dialogs waren und sind seitens der Dialogpartner unterschiedliche Beweggründe, Formen und Ziele verbunden. Die heutige Dialogpraxis lässt in Bezug auf die Dialogformen besonders folgende Unterscheidungen zu: 1) niedrigschwellige (alltagsbezogene) Gespräche und Begegnungen, die zur Verbesserung der Atmosphäre im gemeinsamen Lebensumfeld (Alltag) beitragen

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Institutionelle Ausformungen des interreligiösen Dialogs

Das erste große Forum des interreligiösen Dialogs war das »Weltparlament der Religionen« (englisch »World Parliament of Religions«) 1893 in Chicago, das aus Anlass der dortigen Weltausstellung stattfand. Es ging wesentlich auf die Initiative des Rechtsanwalts und Swedenborgianers Charles Carroll Bonney (* 1831, † 1903) und des presbyterianischen Pfarrers John Henry Barrows (* 1847, † 1902) (First Presbyterian Church) zurück, wurde von protestantischen und katholischen Christen vorbereitet und führte mehrere tausend Hindus, Buddhisten, Jainas, Zoroastrier, Daoisten, Konfuzianer, Shintoisten, Juden, Christen und Muslime zusammen. Das von

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Theologische Grundlagen und Positionen des interreligiösen Dialogs in den Weltreligionen

Ein theologisch-thematisch orientierter Dialog wird von den drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam geführt. Begrifflich wird dieser von den beteiligten Akteuren als »Trialog« beschrieben und theologisch verstanden. Verbreiteter ist jedoch, wobei an den gemeinsamen Bezug auf die Gestalt Abrahams angeknüpft wird, die Bezeichnung »Dialog der abrahamitischen (abrahamischen) Religionen«. Er wird in Europa u. a. im Rahmen der 1973 ins Leben gerufenen »Ständigen Konferenz von Juden, Christen und Muslimen« geführt. Zentrale Trialog-Themen sind die Frage der Selbigkeit Gottes (ob Gott ungeachtet

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Die Komplexität des interreligiösen Dialogs

Heute hat sich weitgehend die Einsicht durchgesetzt, dass es in einer mobilen, kulturell und religiös plural gewordenen Welt zum interreligiösen Dialog keine Alternative gibt. Seine aber nach wie vor vorhandenen Kritiker in den Religionen formulieren besonders folgende Bedenken: Interreligiöser Dialog sei verbunden

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Quellenangabe
Brockhaus, interreligiöser Dialog. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/interreligiöser-dialog