Harn [althochdeutsch har(a)n, eigentlich »das Ausgeschiedene«], Urin, die bei Wirbeltieren und beim Menschen von den Nieren durch die Harnwege ausgeschiedene Flüssigkeit, die neben anorganischen Salzen und nicht verwertbaren Stoffen als Endprodukte des Proteinstoffwechsels v. a. Ammoniak (bei den ammoniotelischen Tieren; Knochenfische, Kaulquappen und über die Körperoberfläche beziehungsweise über Nephridien ausscheidende wirbellose Tiere) oder Harnstoff (bei den ureotelischen Tieren; Haie, Amphibien, alle Säugetiere, einige Schildkröten) enthält. Bei den urikotelischen Tieren (u. a. Schlangen, Eidechsen, Vögel, über die Malpighi-Gefäße ausscheidende Insekten) ist

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Quellenangabe
Brockhaus, Harn. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/harn