Um als legitime Herrschaft zu gelten, bedarf die staatliche Gewalt eines sittlichen Fundaments, das die protestantische Staatsethik in der Ableitung aller Obrigkeit von Gott (Römerbrief 13, 1; im 20. Jahrhundert zunehmend kritisch diskutiert) und die Aufklärung in der Bindung an die Vernunft sieht, während sich in katholischer Tradition neben der Orientierung auf den Willen Gottes auch die Weiterführung der antiken Vorgabe einer »guten Ordnung« wiederfindet. Nach H. Grotius ist – im Anschluss an Cicero – Gewalt legitim, solange sie nicht das Recht eines anderen

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Quellenangabe
Brockhaus, Die politische Gewalt aus philosophischer und ideologischer Sicht. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/gewalt/die-politische-gewalt-aus-philosophischer-und-ideologischer-sicht