Gewässergüte, qualitativer Zustand eines Gewässers. Er kann mit biologischen Methoden oder mit chemischen und physikalischen Messungen ermittelt werden.

Fließgewässer werden anhand eines von der »Länderarbeitsgemeinschaft Wasser« (LAWA) empfohlenen Saprobiensystems bewertet (biologische Methode). Danach werden anhand des Auftretens und der Häufigkeit bestimmter Leitorganismen (Algen, Wasserpflanzen, Bakterien u. a.) sieben Gewässergüteklassen (vier Haupt- und drei Zwischenklassen) festgelegt. Außerdem werden den einzelnen Gewässergüteklassen Grenzwerte für einige physikalisch-chemische Parameter (z. B. pH-Wert, Temperatur) zugeordnet. Für Deutschland erstellte die LAWA von 1975–2000 alle fünf Jahre eine Gewässergütekarte

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Quellenangabe
Brockhaus, Gewässergüte. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/gewässergute