bürgerliche Gesellschaft, eine vom Bürgertum getragene und dieses in seinen Grundvorstellungen repräsentierende Form des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Alltagssprachlich bezieht sich der Begriff auf eine Wert- und Verhaltensordnung, in der bestimmte Vorstellungen von Sittlichkeit und Anstand, gepflegte Umgangsformen, aber auch eine Orientierung an Besitz und Leistung sowie das Achten auf Prestige und die Vorstellung einer patriarchalisch geführten »guten« Familie im Vordergrund stehen. Als Begriff der politischen Philosophie bezeichnet bürgerliche Gesellschaft das Modell einer Gesellschaftsordnung, die mit den bürgerlichen »Revolutionen« in England (1688/89),

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Werke

Weiterführende Literatur:

K. Polanyi: The great transformation. Politische u. ökonomische Ursprünge v. Gesellschaften u. Wirtschaftssystemen (aus dem Englischen, 1977; Nachdruck 2001);
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Quellenangabe
Brockhaus, bürgerliche Gesellschaft. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/burgerliche-gesellschaft