Sinn [althochdeutsch sin, eigentlich »Weg«, »Reise«, zu sinnan »reisen«, »streben«], in unbestimmt vielen Möglichkeiten verwendbarer Begriff, dem, je nach Kontext, Bedeutung zugesprochen

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Die Rede vom Sinn in der Menschheits- und Denkgeschichte

In historischer Hinsicht nötigt ein Blick auf die Geschichte des Denkens zu Unterscheidungen in der Rede vom Sinn: Wenn man das Wort Sinn 1) auf seine Zusammengehörigkeit mit der Selbsterfahrung und dem Selbstverständnis des Menschen fixiert und es in Zusammenhänge mit Wert, Bedeutsamkeit, Ziel, Zweck des Lebens und der vom menschlichen Leben aus angesehenen Welt bringt, lässt sich sein

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Verwendungs- und Bedeutungsdimensionen des Wortes Sinn

Sinn resultiert aus den Leistungen des Organismus, Reize der Außenwelt oder des Körperinnern aufzunehmen und zu verarbeiten. Sinn wahrt dann den Kontakt zu den Sinnen (äußerer Sinn, innerer Sinn, Gemeinsinn; Common Sense). Die menschliche Wahrnehmung ist selektiv. Von der komplexen Umwelt wird nur rezipiert, was einer bestimmten Sinnsuche oder Sinnerwartung entspricht und deswegen zu einem angemessenen Verhalten befähigt (V. W. Allport). In der Gestaltpsychologie wird eine immanente »Prägnanztendenz« im Menschen angenommen, durch die unvollständige

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Sinn und sprachliches Handeln in Philosophie, Theorie und Lebenswelt

Die Sinnrede lässt sich v. a. im Zusammenhang mit Zeichen, Worten und Sätzen ins Spiel bringen. Derartiges wird (als sprachlich vermittelter Sinn) einer Sinnsphäre zugerechnet, die von der Dingsphäre unterschieden ist. Ihm wird Sinn zugesprochen, sofern in ihm sein dinghafter Realitätscharakter überstiegen ist im Hinblick auf Bezeichnetes, Gemeintes, Bedeutetes. Primär lässt sich alles sprachliche Handeln als sinnbildend und sinnbezogen ansehen; abgesehen von den tief greifenden Differenzen, die in ihm zutage treten, z. B. zwischen theoretisch objektbezogenem Erkennen einerseits und dem Sichverständigen und

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Die aktuelle Relevanz von Sinn als individuellem und kollektivem Orientierungssystem

Durch die Ergebnisse der modernen Wissenschaft erweist sich die in ihrem Sein als objektiv erkannte Welt für vieles, was Menschen als sinnbedürftige Sprachwesen zum Leben brauchen, als unergiebig oder gar als destruktiv, sodass Sein und Sinn auseinanderfallen. Sinn wandert dann aus der

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Quellenangabe
Brockhaus, Sinn. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/sinn