Regionalismus [lateinisch, zu Region] der, -/...men,

Politik: Bezeichnung für innerstaatliche oder grenzüberschreitende Prozesse der Mobilisierung gesellschaftlicher Gruppen oder sozialer Bewegungen zur Verfolgung territorial definierter(24 von 170 Wörtern)
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Dimensionen

Vorausgesetzt wird die Existenz homogener Räume (Region) innerhalb bestehender Kulturräume, Nationalstaaten und/oder supranationaler Ordnungssysteme. Die Ausgrenzung und Behauptung der Homogenität der Regionen erfolgt auf der Basis historisch-kultureller, politischer und/oder ökonomischer Kriterien. Die Versuche, eine gemeinschaftsbildende Eigenständigkeit von Regionen zu begründen, setzen sich im Regionalismus in einen Mobilisierungsprozess um, in dem sich individuelle Akteure ihrer »regionalen Identität« oder bestimmter gemeinsamer Interessenlagen in einem abgrenzbaren Gebiet bewusst

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Typen regionalistischer Bewegungen

Separatisten erheben für ihre Region Anspruch auf die Bildung eines souveränen Nationalstaats oder auf den Anschluss an ein anderes bestehendes Staatswesen. Sie stellen damit grundsätzlich und umfassend die Legitimität des gesamtstaatlichen Geltungsbereichs politischer Willensbildung und Herrschaftsausübung infrage. In Westeuropa bietet die Geschichte des Südtiroler, flämischen, bretonischen und elsässischen Regionalismus hierfür ebenso Beispiele wie die Aktionen der radikalen Flügel des baskischen, korsischen, nordirischen, wallonischen, schottischen und jurassischen Regionalismus. In Osteuropa

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Entwicklungstendenzen

Sieht man die Typen des Regionalismus als Stationen eines gleichsam naturgesetzlichen Entwicklungsprozesses hin zu einem

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Quellenangabe
Brockhaus, Regionalismus (Politik). http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/regionalismus-politik