Landflucht, Prozess, innerhalb dessen mit jeweils unterschiedlichen Antrieben und Ergebnissen die ländliche Bevölkerung in kürzeren oder längeren Zeiträumen in großer Anzahl in die jeweiligen Zentren (Ballungsgebiet) wandert. Es handelt sich nicht immer um eine langfristige oder planvolle Siedlungsbewegung, sondern in der Regel um ein Symptom sozialer Krise und ungleicher Entwicklung. Landflucht ist häufig eine spontane Reaktion auf verschlechterte ländliche Lebensbedingungen (Naturkatastrophe, Krieg, Missverhältnis von Nahrungsmittelproduktion und Bevölkerungsentwicklung, Zerstörung ländlicher Siedlungs- und Produktionsformen durch Großgrundbesitzer oder multinationale Unternehmen), angesichts deren das

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Quellenangabe
Brockhaus, Landflucht. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/landflucht