Myanmar, birmanisch Myanmar, amtlich Pyidaungsu Myanmar Naingngandaw, deutsch Republik der Union

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Landesporträt

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Myanmar: Flagge. In der Flagge von Myanmar steht Gelb

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Geografie

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Landschaft

Myanmar begrenzt von der Volksrepublik China im Norden und Nordosten, Laos und Thailand im Osten, Bangladesch, Indien und dem Golf von Bengalen im Westen und der Andamanensee im Süden.

Myanmar erstreckt sich rund 2 000 km lang von Norden nach Süden. Der schmale, lang gestreckte Südostteil liegt an der Andamanensee und reicht weit auf die Malaiische Halbinsel, wo er im küstenparallel verlaufenden Tenasserimgebirge (bis 2 072 m über dem

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Klima

Myanmar hat allgemein ein tropisches Monsunklima mit höchsten Niederschlägen zur Zeit des Südwestmonsuns von Mai bis

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Vegetation

Diese Unterschiede spiegeln sich in der Vegetation wider. Sie besteht verbreitet aus tropischem Regenwald, bei längerer Trockenzeit und jährlichen Niederschlägen unter 2 000 mm aus feuchtem Monsunwald

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Größte Bevölkerungsgruppen sind die Birmanen (68 %), gefolgt von den Shan (9 %), Karen (7 %), Rakhinen (4 %; Arakan), Mon (2 %); hinzu kommen

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Religion

Die Religionsfreiheit ist gesetzlich geschützt. Die Verfassung von 1974 garantierte (Artikel 156) unter Ausschluss religiös-politischer Aktivitäten die Religionsfreiheit und band (Artikel 153) die Religionsausübung an den allgemeinen staatlichen Gesetzesrahmen. Größte Glaubensgemeinschaft mit einer traditionell besonderen Stellung ist der

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Politik und Recht

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Politik

Die Verfassung von 1974 wurde durch den Militärputsch von 1988 außer Kraft gesetzt. Als Staatsoberhaupt (bis 2003 auch Regierungschef) fungierte danach der Vorsitzende des State

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge war von 1974 bis 2010 ein rotes Tuch mit einer blauen Oberecke am Liek, darin ein weißer Zahnkranz, belegt mit einer Reisähre und umgeben von 14 weißen

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Parteien

Wichtigste Parteien sind die liberale National League for Democracy (NLD, gegründet

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Gewerkschaften

Das Verbot von unabhängigen Gewerkschaften wurde 2011 aufgehoben. Seitdem wurden mehrere

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Militär

Seit dem Putsch 1988 verstärkt das Militär als politische Macht die

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Verwaltung

Seit 1974 ist das Land regional in 7 Unionsstaaten (states) und

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Recht

An der Spitze des zentralistisch aufgebauten Gerichtswesens steht ein Oberster Gerichtshof;

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Bildungswesen

Nach 1988 setzten Bemühungen zur Modernisierung des birmanischen Bildungssystems ein. Es

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Medien

Erst seit April 2013 erscheinen auch private Tageszeitungen. 

Presse: Zentrale Tageszeitung ist »Myanma Alin«

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Das Land verfügt über reiche Rohstoffvorkommen (vor allem Erdgasvorräte), große Wasserkraftreserven und umfangreiche landwirtschaftliche Nutzflächen. Der 1962 eingeführte, letztlich erfolglose eigene »birmanische Weg zum Sozialismus« wurde 1988 formal abgeschafft.

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Landwirtschaft

Ein bedeutender Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft, in der rund zwei Drittel aller Beschäftigten tätig sind. Im Deltatiefland des

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Bodenschätze

Die reichen Bodenschätze werden erst teilweise ausgebeutet, bei jedoch steigender Tendenz durch

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Industrie

Die (insgesamt stark defizitären) Großunternehmen sind überwiegend in Staatsbesitz, doch ist

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Tourismus

Myanmar gehört zu den bisher wenig erschlossenen, aber zunehmend nachgefragten Tourismuszielen.

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Verkehr

Wichtiger Verkehrsträger ist die Eisenbahn mit einer Schienenlänge von rund 5 700 km. Das Straßennetz

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Geschichte

Zur Vorgeschichte Südostasien.

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Entstehung birmanischer Reiche

Als erste Zivilisationen im Gebiet Birmas sind die Völker Pyu und Mon nachweisbar, deren Spuren bis ins 1. Jahrtausend v. Chr. zurückreichen. Wie die Lage der Stadtstaaten der tibetobirmanischen Pyu (Beithano, Sri Ksetra, Halin u. a.) zeigt, war ihr Siedlungsgebiet im Wesentlichen identisch mit dem späteren der Birmanen (Bamar), die

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Birma unter britischer Herrschaft

Die Westerweiterung des Reiches brachte Birma in Konflikt mit den Briten, die – begünstigt durch die Weltfremdheit des birmanischen Hofes – im 19. Jahrhundert im Verlauf von drei Kriegen (1824–26, 1852, 1885) schrittweise das Land in Besitz nahmen (1826 Arakan [Rakhine]

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Unter japanischer Macht und erneuter britischer Hoheit

Dem Unabhängigkeitsversprechen im Rahmen der »Großostasiatischen Wohlstandssphäre« vertrauend, kooperierten Aung San u. a. politische Führer mit Japan, indem sie mit der Ende 1941 in Bangkok aufgestellten Armee an der Vertreibung

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Birma nach Erlangung der Unabhängigkeit

Mit dem Inkrafttreten der Verfassung am 4. 1. 1948 wurde das Land als Pyidaungsu Myanmar Nain-ngan (englisch Union of Burma, deutsch Union von Birma) unabhängig und schied zugleich aus dem Commonwealth of Nations aus.

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Ostasien 1945–76

Von Anfang an war Ministerpräsident Nu (1947/48–56, 1957/58, 1960–62) mit Widerstand sehr unterschiedlicher Art und Richtung konfrontiert:

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Militärherrschaft und Staatssozialismus − Der »birmanische Weg zum Sozialismus«

Mit der Begründung, die durch Sezession der Shan- und Kayah-Staaten bedrohte Einheit der Union zu erhalten, stürzte das Militär am 2. 3. 1962 die Regierung Nus und übernahm als Revolutionärer Rat unter General Ne Win die Macht. Dieser löste das Parlament auf, suspendierte die Verfassung

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Erneute Militärherrschaft und die Wahlen von 1990

Als die Staatsgewalt zerfiel und ein Generalstreik ausgerufen wurde, übernahm am 18. 9. 1988 das Militär wieder offen die Macht, setzte die Verfassung außer Kraft, löste das Parlament auf und bildete aus ranghohen Offizieren den State Law

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Die Entwicklung seit den 1990er-Jahren

Am 23. 4. 1992 war General Than Shwe (* 1933) Staats- und Regierungschef geworden. Im Rahmen einer sehr begrenzten politischen Liberalisierung entließ das Regime einen Teil der politischen Gefangenen (1996 jedoch erneute Inhaftierung zahlreicher Oppositioneller); der Hausarrest für die Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi wurde (allerdings unter Beibehaltung von Beschränkungen) am 10. 7. 1995 aufgehoben. Die UNO-Menschenrechtskommission sowie Amnesty International und Human Rights Watch kritisierten die weiterhin schlechte Menschenrechtslage in Birma (insbesondere Zwangsarbeit, Situation der ethnischen Minderheiten). Eine Kampagne zur Überprüfung der Aufenthaltsberechtigung

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Außenpolitik

Außenpolitisch hat Birma seit seiner Unabhängigkeit 1948 stets einen neutralen Kurs verfolgt; es trat 1948 der UNO bei, stellte mit U Thant 1961/62–71 deren Generalsekretär und war Gründungsmitglied der Bewegung blockfreier

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Kultur

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Bildergalerie

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Amarapura. Die U-Bein-Brücke, eine 1.200 Meter lange Teakholzbrücke in Amarapura.

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Rangun: Shwedagon-Pagode. Die Shwedagon-Pagode

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Quellenangabe
Brockhaus, Myanmar. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/birma