Agrofotovoltaik, der Betrieb von Fotovoltaikanlagen auf landwirtschaftlich genutzten Freiflächen, wobei die Solarzellenmodule so angeordnet sind, dass Pflanzen genügend Raum und Licht haben, um darunter wachsen zu können. Der große Vorteil der Agrofotovoltaik liegt in der Doppelnutzung der Sonnenenergie: Die Anlagen erzeugen elektrischen Strom, gleichzeitig entsteht durch den Anbau von Nutzpflanzen Biomasse, die sich einfach speichern lässt. Während konventionelle Fotovoltaikanlagen nur etwa 30–40% der auf die Gesamtfläche einfallenden Strahlung nutzen, sind es bei Agrofotovoltaikanlagen bis zu 80%. Das Konzept befindet sich 2017 noch im Forschungs- und Entwicklungsstadium. Kritik kommt von zwei Seiten: Zum einen kann das Mikroklima unter den Modulen das Wachstum von Pilzen und anderen Pflanzenschädlingen befördern, zum anderen ist noch nicht abzusehen, ob eine großflächige Nutzung (die nötig wäre, damit die Technik einen spürbaren Beitrag zur Gesamtenergieversorgung lieferte) in der Bevölkerung Akzeptanz fände.
Quellenangabe