Valentinstag

Valentinstag [ˈvaː-]der 14. 2., der Tag des heiligen Valentin; er wurde im römischen Generalkalender als Heiligentag bis 1970 geführt. Die genaue Personenzuschreibung ist von der Forschung wegen der diffusen Quellenlage bislang nicht geklärt; genannt werden der Bischof von Terni sowie ein spätantiker römischer Priester namens Valentin. Offen ist auch ein vermuteter Bezug zum altrömischen Fruchtbarkeitsfest am 15. 2., den Luperkalien.

Im Mittelalter galt der Valentinstag zunächst als Unglückstag, denn an ihm sollte der Verräter JesuJudas Ischariot, geboren worden sein. In England und Frankreich ist er seit dem späten 14. Jahrhundert als Fest der Jugend und der jungen Liebenden (mit Valentin als Schutzpatron der Verliebten und Verlobten) bezeugt, weil sich am 14. 2., dem »Vielliebchentag«, nach altem europäischem Volksglauben erstmals im Jahr die Vögel paaren. Für dieses Motiv der »Vogelhochzeit« gibt es Belege u. a. in Werken von W. Shakespeare. Der Valentinstag galt auch als Lostag, weil er mit einem Liebesorakel verbunden war: Am Vorabend trafen sich junge Frauen und Männer, schrieben ihre Namen auf Zettel, die dann gezogen wurden.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Valentinstag vor allem in den USA als Festtag der Familie und Freundschaft populär. Es begann das Verschicken von Grußkarten (»Valentin greetings« oder »Valentines«) in Anknüpfung an den seit dem 17. Jahrhundert aufgekommenen Brauch des Verschickens von Liebesgrüßen. Der Valentinstag fand von Frankreich und Belgien aus als »Freundschaftstag« mit Blumengrüßen besonders über die Schweiz (ab 1948/49) auch in Deutschland und Österreich (ab 1950) zunehmende Verbreitung, ab 1958 und besonders nach 1980 z. B. auch in Japan (vor allem mit Süßigkeiten-Geschenken von Frauen an Männer, auch im Büro und Betrieb, sowie einem Gegengeschenktag der Männer am 14. 3., dem »Weißen Tag«). Mittlerweile wird der Valentinstag von Konsumgüterindustrie und Handel als Schenktermin intensiv beworben und findet zunehmende Akzeptanz.

 

 

Sie wollen mehr geprüftes Wissen?

Jetzt 14 Tage testen

Über das Werk

Die schwarze Gesellschaftskomödie »Schöne Bescherungen« wurde zum meist gespielten Stück von Ayckbourn, in Deutschland inszeniert unter anderem von Andrea Breth(Schauspielhaus Bochum, 1988) und Daniel Karasek (* 1959, Thalia Theater Hamburg, 1991), Karin Beier (Münchner Kammerspiele, 2003), Thomas Goritzki (* 1952, Staatstheater Braunschweig, 2005) und Tom Kühnel (* 1971, Staatstheater Hannover, 2012). Ein Kritiker urteilte: »Unter der komödiantischen Oberfläche aus effektvollem Dialogwitz und meisterlicher Situationskomik lässt Ayckbourn komplexe Figuren entstehen, die sich nicht nur in den Fallstricken des Slapsticks verfangen, sondern auch in denen ihrer unerfüllten Träume und Liebessehnsüchte.«

 

Artikel aus der Brockhaus Enzyklopädie.

zur Enzyklopädie