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redaktionelle Weihnachtsbräuche

redaktionelle Weihnachtsbräuche, wiederkehrende Aktionen in der Zeit vor Weihnachten, die in den Redaktionen von Verlagen gepflegt werden. Dazu gehören insbesondere: Leeren von alkoholischen Restbeständen, die während des laufendes Jahres von diversen Geburtstagsfeiern oder Mitarbeiterjubiläen übrig geblieben sind, Verzehr von weihnachtlichem Kleingebäck, das von ungeübten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den Weihnachtswochenenden hergestellt wurde (siehe Artikel Dilettant) sowie ausführliche Spekulationen über Ausrichtungen, Erwartungen, Chancen und Risiken des kommenden Geschäftsjahres.

Neueste soziologische Forschungen haben aufgezeigt, dass redaktionelle Weihnachtsbräuche in nicht unerheblichem Maße zur positiven Stabilisierung unternehmensinterner Strukturen beitragen, indem sie die soziale Interaktion fördern und durch das Aufbrechen alltäglicher Abläufe eine positive Wahrnehmung des eigenen Arbeitsumfeldes erzeugen.

Werke

Weiterführende Literatur:

K. Ruprecht: Wie umgehen mit redaktionellen Weihnachtsbräuchen? Ein Handbuch für Führungskräfte (2010);
A. Christ-Kind: Aspekte der Jahresendgestaltung in Unternehmen (2012);
W. Engel: Spekulationen und Spekulatius. Unterwegs zur funktionierenden Gruppe(2015).

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Artikel aus der Brockhaus Enzyklopädie.

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