Kiritimati

Kiritimati [kɪrɪsˈmaːs], früher Christmas Island [ˈkrɪsməs ˈaɪlənd, englisch]Weihnachts|insel, eine der nördlichen Linieninseln, seit 1979 Teil von Kiribati, im Westen des Pazifischen Ozeans, Atoll von 575 km2 (Landfläche: 360 km2), (2015) 6400 Einwohner (Polynesier).

Am 24. 12. 1777 von James Cook entdeckt, daher wird sie auch als Weihnachtsinsel bezeichnet. Der Inselname Kiritimati bedeutet auch in der Landessprache »Weihnachten«. 1856 wurde Kiritimati von den USA im Zuge des Guano-Island-Acts beansprucht, 1888 jedoch gegen den Willen der USA von Großbritannien annektiert (seit 1919 als Teil der Kronkolonie Gilbert and Ellice Islands). 1979 verzichteten die USA und Großbritannien auf ihre Ansprüche und Kiritimati wurde Teil der unabhängigen Republik Kiribati.

Zwischen 1957–62 war die Insel Operationsbasis für amerikanische und britische Kernwaffenversuche.

Kiritimati (Weihnachtsinsel) ist das größte Atoll Kiribatis – und der Welt. Ihre ausgedehnte Lagune ist durchsetzt von unzähligen kleinen Inseln.

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Der größte Ort der Insel heißt London, weitere Orte tragen die Namen Paris (mittlerweile unbewohnt) und Poland. Vom Flughafen Cassidy gibt es regelmäßige Flugverbindungen nach Honolulu.

Auf Kiritimati findet sich auch ein Naturschutzgebiet, in dem zahlreiche seltene Vogelarten heimisch sind. Zu den wichtigsten Exportgütern der Insel zählt Kopra, getrocknetes Kokosfleisch.

Vor allem im Zusammenhang mit dem Klimawandel und dem daraus resultierenden Anstieg des Meeresspiegels ist die Insel in letzter Zeit immer wieder in den Medien. Die vielfach geäußerte Befürchtung, dass die pazifischen Atolle allmählich im Meer verschwinden werden, ist jedoch sehr umstritten: Forscher weisen stattdessen darauf hin, dass viele der Inseln aufgrund natürlicher geologischer Vorgänge trotz Anstieg des Meerespegels in den letzten Jahren gewachsen sind.

 

Artikel aus der Brockhaus Enzyklopädie.

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